Besucher seit 01.08.2010 Chronik NzM 1999-2000 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)  Das laufende Jahr wurde schnell überbrückt und mit Elke und Frank Raab war bald ein Prinzenpaar gefunden, das mit einer schönen Veranstaltung, die erstmals im „Großen Saal“ stattfand, am 13.11.1999 inthronisiert wurde. Mit einem Prinzen aus den Reihen des SV und einem ehemaligen Gardemädel als Prinzessin blickte man zuversichtlich in die Kampagne, die am 02.01.00 in Niederkalbach ihren Anfang nahm. Im Elferrat vollzog sich der zweite Generationswechsel und die so genannten „Alten“ zogen sich langsam zurück, was vielfach bedauert wurde. Mehr Grund zur Freude hatte die NzM in Hofbieber, da am dortigen Hausball wieder einmal das Fass Bier „erdreht“ wurde und mit nach Hause genommen werden konnte. Anlässlich dieser Veranstaltung wurde auch ein Elferrat in Hofbieber vergessen, der per Anhalter retour reisen musste. Die Prinzengarde bot wieder einmal einen Showtanz der Extraklasse und griff dabei das Millennium als Thema auf. Rechtzeitig zum neuen Jahrtausend leisteten sich Prinz und Prinzessin auch wieder Adjutanten, die Ihren Job sehr ernst nahmen, und als Kinderprinzenpaar traten Maximilian und Veronika an. Beide hatten mit den Knallbonbons und dem Happy Club zwei wirklich starke Truppen im Rücken. Als solche kann man sicher auch die Gruppe „Bijou de Cuba“ bezeichnen, die mit Ihrer Show echtes karibisches Flair verbreitete und seither in wechselnder Besetzung und mit wechselnden Titeln (Bijou de xyz) fest zum Programm der Kalwicher Foaset gehört. Hier liegt übrigens der Keim, aus dem später die Matzeraties wurden. Der Gardenachmittag 2000 wurde wieder ein richtig rauschendes Fest und endete erst am frühen Morgen in der Sektbar. Dorthin verirrte man sich in dieser Kampagne sehr häufig und kam nur selten vor dem Morgengrauen heraus. Die Stereoanlagen spielten den "Anton aus Tirol" rauf und runter und erstmals in der Vereinsgeschichte endete die Party für einen der Elferräte in einer Zelle bei der Polizei. Begleitung von Kalwicher Originalen hatten wir bei unseren Ausfahrten zu anderen Vereinen auch; leider war die "Prominenz" (Eddi W. aus K.), die uns nach Giesel begleitete so abwesend, dass sie Theke und Toilette nicht mehr auseinander halten konnte. Fast Gleiches konnte man von einem der auswärtigen Prinzen sagen, der die Federn ebenso wie seine "Fahne" vorne trug, was unsere Prinzessin Elke zu erdulden hatte. Unser Kinderfasching verlief ohne große Höhen und Tiefen – ein schönes Fest halt. Etwas mehr Aufruhr gab es am LHT- Ball, eil ein eingeladener Verein nicht mehr ins Programm genommen werden konnte – wer zu spät kommt den straft das Leben! An diesem Abend wurde auch ein besonderes Jubiläum begangen: 10 Jahre NzM und 33 Jahre Kalwicher Foaset! Man hatte alle Prinzen der vergangenen 33 Jahre eingeladen und fast alle waren auch gekommen – ein Bühnenspektakel, das selbst altgediente Karnevalisten nur einmal in Kalbach erlebt haben. Eine zünftige Schlägerei gab es auf der Weiberfoaset, weil die Nachbarin unseres Präsidenten sich nicht von dahergelaufenen Kerlen, die als Frauen verkleidet Einlass begehrten, blöd anmachen ließ. Ein Wort gab das nächste und schließlich gab's ein paar hinter die Ohren. Doch wie so oft im Leben hatte es leider den Falschen getroffen. Getroffen hat es an diesem Abend auch unseren Lars, der sich beim Bijou-Tanz etwas verausgabt und den Arm gebrochen hat. Warum lässt er sich auch umher werfen? Auf der sehr kurzweiligen Fremdensitzung leistete unser Pfarrer nebst Kaplan auf der Bühne dem Prinzenpaar Gesellschaft. Leider musste Hochwürden schon früh nach Hause, was unseren Max zu dem Kommentar veranlasste: "Der muss jetzt heim, sonst hört sich morgen das Evangelium schräg an!" Ob an dieser Spekulation ein Funke Wahrheit war, werden wir wohl nie erfahren. Beim Umzug in Flieden ließen sich unsere "Prinzenfahrer" den Prinzenwagen klauen. Aufgrund einer kleinen Notdurft-Pause musste die Route des Zugs leicht verändert werden. Leider wurde anlässlich dieser Pause auch unsere Prinzessin vergessen. Zum Frühstück am RoMo war sie dann gottlob wieder anwesend und überstand nebst ihrem Gemahl auch die Verhaftungen sehr gut – gelernt ist eben gelernt! Das „Überstehen“ müssen einige andere aus Elferrat und Garde sicher noch lernen, denn es gab wieder einige Ausfälle zu beklagen. Einen "Umfall" gab's nach dem gut besuchten RoMo- Zug auch: Ein "Möchtegern-Rocker" wurde ausfällig, rutschte aus und verletzte sich an einer Faust, in die er dreimal nacheinander gefallen war. Autsch! Nachdem der Rosenmontag wie so häufig gegen Morgen langsam ausgeklungen war (die NzMler hatten sich noch später in die „Copa“ verlaufen) lernte unser Kinderprinz am Faschingsdienstag endlich das Küssen. Zur Kehrausveranstaltung hatte man wiederum einige Ausfälle zu beklagen, aber ansonsten einen schönen Abend, der so einiges an Unterhaltung und neuen Erfahrungen bot. Unter anderem wurden die "jungen" Elferräte durch den Captain in die Geheimnisse des Asbachtrinkens eingeweiht, wofür nicht alle nachher auch dankbar waren  Den Spitznamen „ Captain Cognac“ erhielt der Chronist übrigens im Verlauf dieser Kampagne durch einen der Herren Oli F. oder Jochen D, wer nun genau verantwortlich war, ließ sich nicht mehr ermitteln. Die Generalversammlung brachte außer Veränderungen in den Ausschüssen wenig Neues und verlief dementsprechend unspektakulär. Mit einigen Auftritten im Sommer (unter anderem dem 80-jährigen Bestehen des SV Mittelkalbach) überbrückte man die Zeit bis zum Weinfest recht gut.