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01.08.2010
Chronik NzM 1997-98 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)
Mit Arno und Katja Halbleib hatte sich für die Kampagne 1997/98 ein gestandenes Paar als gefunden. Beide Karnevalisten par excelance. Sie ein Eigengewächs
aus unserer Prinzengarde und er Musiker mit Hang zur Kreissäge. So konnte der 11.11. kommen, was er selbstverständlich auch getan hat. Die beiden wurden
protokollgemäß inthronisiert und hatten hernach außer Ihrem Dienst am Weinnachtsbaumverkauf zunächst keine Auftritte zu bestreiten.
Das NzM-Programm hatte sich nicht wesentlich verändert, und der Gardenachmittag war mit elf Vereinen und reichlich Publikum (eine der wenigen derartigen
Veranstaltungen, zu denen sich Uniformierte und Besucher die Waage halten) ein schöner Auftakterfolg. Das Stiefkind "LHT-Ball" blieb allerdings wieder einmal
hinter den Erwartungen zurück, obwohl er mit etwa 250 Narren recht ordentlich frequentiert war. Ein Trost: Die Einbuße betrug lediglich zweihundert statt wie
sonst über tausend Mark.
Genau das gleiche wirtschaftliche Ergebnis brachte der Kinderfasching am folgenden Sonntag. Aber wer schaut bei dem Spaß, den die Kinder bei dieser toll
organisierten und durchgeführten Veranstaltung haben, schon auf ein paar Mark fünfzig? Überdies ist eine solche Veranstaltung natürlich Pflicht, wenn man mit
Christina Nau und Dominik Heil zwei so tolle Nachwuchstalente als Kinderprinzenpaar in seinen Reihen hat.
Ausgelassen präsentierten sich Prinzenpaar und Gefolge beim Aufwiegen und anlässlich eines Kappenabends, den Udo und Gerhard erstmals veranstalteten.
So ging es gut gelaunt mit Riesenschritten auf den Höhepunkt der Kampagne, die Fremdensitzung, zu, die Dank der vorbildlichen Arbeit des Festkomitees
wieder ein Riesenerfolg war. Gleiches konnte man vom Rosenmontagszug sagen, der in diesem Jahr diesen Namen wieder verdient hat. Dies lag vor allem an
der guten Beteiligung der örtlichen Gruppen – mit den üblichen unrühmlichen Ausnahmen. Eine gute Resonanz hatte auch der anschließende Kinderfasching mit
Ausklang im Saal.
Zu erwähnen ist hier noch, dass der Wettergott offenkundig doch kein Fliedener ist, weil das Wetter zum dortigen Sonntagsumzug wirklich saumäßig war. Alle
waren patschnass und hatten wahrhaftig keine Lust mehr auf Straßenkarneval, der in Flieden sonst immer gut angenommen wurde. Eine der (unfreiwillig)
komischen Begebenheiten dieser Kampagne trug sich am gleichen Tag beim Kappenabend des Schützenvereins zu. Es bestand offensichtlich keine Einigkeit,
was die Kleiderordnung anging, ein Teil Erschien mit Basecap und T-Shirt, ein anderer im Kostüm, viele gar nicht, und so marschierte unsere Garde "solo" ein
und "Präsidentin" Christine Heil hielt eine kurze Ansprache. Der eigentliche Auftritt des Prinzen ging im anschließenden "Kappen"-Abend unter.
Am Faschingsdienstag wurde die Truppe um Katja und Arno mehr als freundlich beim Arbeitgeber unserer Prinzessin aufgenommen. Die Fa. Robert Müller in
Rückers machte auch bei der Bewirtung ihrem Handwerk alle Ehre. Gleiches lässt sich auch von den Kochkünsten des Gerhard Dörschel sagen, der uns
zusammen mit Udo Schulz wirklich vorzüglich beim Kehraus verköstigt hat. Der Ausflug zum Umzug nach Brückenau war leider nicht von gutem Wetter begleitet
und so hielt sich die Truppe am Dienstagmittag nicht so lange, wie beim Gastauftritt anlässlich des Büttenabends der KG Brückenau, mit der man in diesem Jahr
erstmalig Kontakt hatte. Hier war "Hans Dampf in allen Gassen" und die Sektbar nebst vorgelagerter Sporthalle hatte an diesem Abend komplett der NzM gehört.
Die Generalversammlung Anfang April brachte nichts wirklich Neues und verlief daher sehr zügig und ruhig. Im Sommer heiratete unser Prinzenpaar Katja und
Arno. Eine der etlichen Hochzeiten, die wir über die Jahre verzeichnen konnten – für Nachwuchs ist also gesorgt.