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01.08.2010
Chronik NzM 1996-97 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)
Die Kampagne 1996/97 begann wieder einmal mit der leidigen Suche nach einem geeigneten Prinzenpaar, das Dieter und Christa nach einigen Fehlversuchen
schließlich in Katrin und Rüdiger Reuß (ja einer von DEN Reuß) fanden. Die beiden, frisch verheiratet und noch ohne Nachwuchs, gaben ein schönes Paar ab,
und so konnte eigentlich nichts mehr schief gehen – ging aber doch nämlich der Weihnachtsbaumverkauf, der schlicht furchtbar war.
Viel besser war der Auftakt in Hofbieber wohl auch nicht, denn unser Prinzenpaar drehte am dortigen Glücksrad das schlechteste Ergebnis aller Zeiten. Trotzdem
wurde dem "Hütchenspiel" in der Sektbar eifrig gefrönt, was besonders unserer Prinzessin schlecht bekommen ist. Diese Schande machte man jedoch beim
Bierwiegen wett, das am Ende ganze 5 Kisten mehr einbrachte, als das übliche "Normalgewicht" unserer Prinzenpaare. Es ist halt schon was wert, wenn einer
die Waage baut, der was vom Hebelgesetz versteht. Die Kampagne verlief ansonsten ruhig, wenn man das überhaupt so formulieren darf! Leider musste unser
Quoten-nicht EU–Ausländer Eric Butters, seines Zeichens „Elferrats-Ami“, seine Zelte in Deutschland aus beruflichen Gründen abbrechen – an den Abschied
erinnern wir uns gerne – und so war unsere Hoffnung, einmal einen Ami zum Prinz zu haben, der auch noch Kalwicher Platt schwätzt, dahin.
Nach Jahren stellte sich in Mittelkalbach wieder ein Kinderprinzenpaar vor. Marcel und Rebecca machten Ihre Sache so gut, dass die NzM bis heute einige
Nachfolger finden konnte.
Der LHT-Ball war wieder schlecht besucht. Diesmal hatte man allerdings den Schuldigen schnell gefunden: Der 1. Vorsitzende hatte weder einen Gastverein
eingeladen noch eine Zeitungswerbung geschaltet. Dafür zählte der Kindergardenachmittag zu den Highlights der gesamten Umgebung. Gleiches lässt sich von
der Fremdensitzung sagen, zu der sich seither immer mehr Besucher von auswärts einfinden.
In Flieden war diesmal wieder schönes Wetter, was uns jedoch nicht davon abgehalten hat, den anschließenden Bummel durch die Kneipen zu genießen.
Besonders unser Peppi jun. tat sich durch seinen Frohsinn hervor und hat die Busgemeinde mit seinem lustigen Auftritt beglückt. Seither ist der Spitzname "SSP"
für "steckesteifer Peppi" ein Synonym für Ansprachen, die keiner hören will oder je wollte.
Der Rosenmontag brachte es kurz nach dem Frühstück im Pfarrheim an den Tag: In jedem Elferrat schlummert ein Tanztalent! Zumindest konnte man das
annehmen, wenn man sich die Kerle in Garderock und Kostümchen betrachtet hat – noch fein geschminkt, fertig waren die "Gardetunten". Der anschließende
Rosenmontagszug verlief ebenso feuchtfröhlich, wie die Kinderfastnacht im Saal. Wir lassen uns doch von den Zuschauern unseren Spaß nicht verderben, und
schon gar nicht von Leuten, die nicht da waren!
Vom Kehraus am Dienstag – dem "day after" - lässt sich nicht viel berichten, außer dass alle Aktiven mit ihrer Kondition kämpfen mussten. So tanzte unsere
Garde nur noch zu fünft, der Rest war infolge schwerer "Erkältung" ausgefallen. Erstmals in der NzM-Geschichte wurde unser Prinzenpaar auch mit eigens
getexteten Songs bedacht, die meistens während der Busfahrten zu hören waren: "Rüüüüdi" und "Aber bitte mit Sahne" gingen schnell ins Ohr und blieben auch
lange dort. Erdacht hatten das natürlich die Damen der Prinzengarde in ihrem "Trainingslager". Was die dort sonst noch gemacht haben, blieb ihr Geheimnis.
Die am 01.05.97 veranstaltete Wanderung wurde ebenso wie das wunderschön gestaltete Weinfest Ende August sehr gut angenommen.