Besucher seit 01.08.2010 Chronik NzM 1995-96 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)  Der 11.11. kam und schockte die NzM-Gemeinde mit einem Paukenschlag: Kein Prinz war erschienen, nur ein großes Paket mit einer Prinzessin war angekommen. Die hübsche junge Dame, früher als Gardemädchen bekannt, wählte sich unter den Anwesenden den damals einzigen Präsidenten der NzM zu ihrem Prinzen aus. Und so waren die Herrscher der Kampagne 95/96 mit Jessica Müller und Carlo Bosold schnell gekürt. Diese Kampagne wurde in vielerlei Hinsicht eine schöne. In den Jahren hatte man ein so gutes Verhältnis zu den Kalbachtalern unter Lothar Happ aufgebaut, dass man sogar zu einigen auswärtigen Auftritten mit der "Hausband" einmarschieren konnte und so natürlich manch bleibenden Eindruck hinterließ. Ebenso hatten sich mit dem "Happy Club" und den "Knallbonbons" zwei neue Jugendgruppen gebildet. Die allgegenwärtige "Närrische Auslese" machte die Truppe nun vollends komplett und die Showgruppe der Prinzengarde bot mit ihrem Showtanz Ausnahmesport, von dem heute noch gesprochen wird. Leider ließ sich dies alles nicht in dem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg ummünzen, wie wir uns das gewünscht hätten, und so war der LHT-Ball trotz eines wunderbaren Programms ein finanzielles Desaster. Der Gardenachmittag brachte "nur" Normalniveau. Wen wundert das - nach dem Vorjahresergebnis?! Dafür war die Fremdensitzung unter dem Motto "Wein" ein echter Kracher und eine einzige Werbung für die Kalwicher Foaset. Was sollte schon schief gehen - führte doch ein leibhaftiges Prinzenpaar durch das Programm? Wie? Wer war denn in dieser Kampagne Präsident? Das war der heute (2003) noch immer amtierende Dieter Mack, der sich 1996 die ersten Sporen hart verdienen musste. Zur Moderation der Fremdensitzung war er jedoch nicht zu bewegen (zu gerne spielt er Schlagzeug oder auf der Bühne Sketche). Der stürmische und verschneite Sonntag war im Grunde allen recht, konnte man/frau sich doch ausruhen und für den Rosenmontag präparieren und musste nicht schon früh morgens (um 12.00 Uhr!) wieder nach Flieden zum Umzug aufbrechen. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatte man in Flieden dermaßen schlechtes Wetter, dass der Umzug abgesagt werden musste. Das wiederum hat die Kalbacher wohl veranlasst in Scharen den ROMO-Zug der NzM zu bestaunen, jedenfalls wurden erstmals zum Umzug mehr Kalbacher in Kalbach als in Flieden gesehen. Der Rosenmontag 1996 klang mit dem Kinderfasching im Saal recht früh – gegen 2.3o Uhr am Dienstag - aus. Diese Nacht hat man dem Prinzen wohl angesehen, denn am Dienstagmorgen wurde er zusammen mit der NzM-Truppe ins städtische Altenheim gefahren und anschließend von Jessicas Chef neu frisiert. Jessi hingegen fühlte sich bei Otto Diel in Künzell in ihre Kindheit versetzt und nutzte sehr eifrig die dortige Rutsche. Der Lohnbuchhalter von Carlos „Arbeitgeber“ schließlich intonierte aus Freude über den NzM-Besuch: "Die Getränke sind frei!!!" Nach diesem üppigen Dienstagsprogramm hatten alle Hunger, was Udo und Gerhard (ja, immer noch die Gleichen!!!) erfolgreich bekämpfen konnten, in dem sie ordentlich auftischten. Überhaupt war es einer der schönen Fastnachtsdienstage mit vielen Einlagen und Vorträgen aus der Fremdensitzung. An Anekdoten gab es vieles zu berichten, so zum Beispiel über die kleine Schlägerei unserer Prinzessin in der HoBiFa- Sektbar. Worum geht es wohl, wenn sich zwei Damen streiten? Na klar, um einen Mann. Ein kleines Missverständnis, kennt man den Herrn, um den es ging und unsere Jessi näher – der war nun wirklich nicht ihre Kragenweite! Aber auch der Prinz erlebte anlässlich des Hausballs sein Waterloo, weil ihm trotz der guten Schnapskondition, die er ansonsten an den Tag legte, ziemlich zeitig die Lichter ausgingen. Seither ist das geflügelte Wort: "Leg' dich ruhig hin, wir schmeißen den Schlüssel dann in den Briefkasten!" in unserem Sprachgebrauch heimisch.   Da alle noch müde von der Fastnacht waren, spielte sich bis zum Weinfest eigentlich recht wenig ab. Der Vorstand wurde durch die Generalversammlung 1996 für drei Jahre neu gewählt und bestand aus Carlo Bosold (1. Vorsitzender), Bernhard Schmidt (2. Vorsitzender) und Bruno Hohmann (Kassierer). Das Protokoll sollte fortan Anja Streichardt führen.