Besucher seit 01.08.2010 Chronik NzM 1994-95 © Carlo Bosold (alias „der Captain“) Zur Proklamation für die Kampagne 1994/1995 hatte sich ein neues Prinzenpaar aus den Reihen der Kirmespaare eingefunden und mit Edeltrud Heil und Michael Bauer, der aus der schönen Wetterau zu uns stieß, konnte die neue Kampagne kommen. Der Weihnachtsbaumverkauf stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern und musste leider als Misserfolg verbucht werden, was man vom Ergebnis der Bühnenrenovierung nicht sagen konnte. Leider wurden die Arbeitsstunden (mehr als 600) nur von einem kleinen Kreis von 10 Männern und Frauen erbracht. Der damalige Eigentümer der Liegenschaft beteiligte sich nicht an den Kosten und die Brauerei als Pächter des Saales gab DM 500,- für benötigte Materialien dazu. Den Rest erbrachte die NzM in Eigenleistung. Die Kampagne startete wie immer in Hofbieber, wo wir gleich einen bleibenden Eindruck hinterließen und das jährlich dort ausgespielte Fass Bier mit nach Hause nehmen konnten. Der Gardenachmittag war ein absoluter Höhepunkt bezüglich Zuschauerresonanz und Vereinsbeteiligung –  ca. 700 Aktive, runde 400 Zuschauer – der Festausschuss hatte Mühe, alle satt zukriegen und musste mehrfach Getränke nachordern. Leider konnte man dieses tolle Ergebnis nicht auch nach dem LHT- Ball vermelden, der mit einem erheblichen Loch in der Abendkasse abgeschlossen werden musste. Dafür entschädigte die vor ausverkauftem Haus gespielte Fremdensitzung mit einem superben Programm im wunderbar dekorierten alten Saal, den Josef Beßler Anfang der 50er Jahre erbauen. Die erstmalig im Bürgerhaus veranstaltete Weiberfoaset hingegen hatte eindeutig mit dem Mangel an Atmosphäre zu kämpfen, die sich in der "Turnhalle" einfach nicht recht einstellen wollte. Der Umzug in Flieden und das Anschlussprogramm waren für die meisten Narren ein wenig zu stressig und der ROMO-Zug in Mittelkalbach blieb weiter das Stiefkind der Kampagne. Lobenswert waren sicher der Kinderfasching am Nachmittag und der Ausklang ohne „Musik“ am Abend. Dafür wurde am folgenden Dienstag nochmals richtig aufgedreht und neben einem Besuch im städtischen Altenheim, die traditionelle Verhaftung des Prinzen–Arbeitgebers nachgeholt. Hierbei zeigte sich, dass sich unsere Garde durch ein hohes Maß an "Loyalität"  auszeichnet, denn in den Räumen des damaligen Arbeitgebers seiner Tollität wurde der Titel "Garderambo" erstmals vergeben. Nun weiß sicher jeder, der seinerzeit zugegen war, wer hier gemeint ist. Der Chronist grüßt an dieser Stelle sehr herzlich Frau Tatjana W. Den Abschluss der Kampagne bildete ein fröhlicher Kehraus mit gutem Essen bei den neuen Pächtern der Gastwirtschaft, Udo Schulz und Gerhard Dörschel. Die Bierwiegeaktion in diesem Jahr bescherte uns ein Rekordergebnis, was die Prinzentruppe zu dem Ausspruch veranlasste: "Das Pflaster ist heiß, der Knoten ist sicher, mir trinke' gern Bier, Hauptsach' 's ist Li....!" - nee, nee natürlich Hochstift.  Seither begleitet uns der allgegenwärtige so genannte Bierschorsch auf viele unserer Auftritte. Legendär ist seine "Privat-Loge" auf der Galerie des "alten Saales" – er saß immer oben links. Böse Zungen behaupten, dass man ihm nach Schließung des Saales das Geländerbrett aus den Unterarmen habe operieren müssen. Löblich zu erwähnen ist hier noch, dass wir das Vergnügen hatten, das gewonnene Fass Bier in der neuen "Hütte"  – so nobel, dass "Gartenhaus" wohl passender ist – von Edeltrud und Michael zu genießen. Dieses gastliche Etablissement diente uns seither immer wieder mal als "Asyl" für spontane "Lückenfüll"-Partys. Der folgende Sommer brachte (neben einem gelungenen Campingwochenende Ende Juli und einem wunderschönen Ausflug ins Hotel nach Hohenroda) die Gründung einer Damengruppe, der heutzutage nicht mehr wegzudenkenden "närrischen Auslese". Auch fanden sich die üblichen vereinseigenen "Arbeiter" der NzM zusammen und bauten in Eigenleistung die heute noch benutzte Weinbude. Eine Arbeit, für die wiederum etliche Stunden Freizeit geopfert wurden.