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01.08.2010
Chronik NzM 1992-93 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)
Die satzungsgemäß nach der Kampagne abgehaltene Generalversammlung brachte so einige organisatorische Missstände zu Tage und wählte den Vorstand
neu, der zunächst nur ein Jahr im Amt bleiben sollte. Diesem gehörten Bianca Gärtner, Bruno Hohmann und Carlo Bosold als geschäftsführende Mitglieder sowie
Sabine Werner, Bianca Heil und Diana Gärtner als Erweiterung an.
Ebenso wurden erstmals einige Aufgaben, die bis dato nicht klar geregelt waren, bestimmten Personen zugeteilt, was schriftlich fixiert wurde. Diese so genannten
Ausschüsse funktionierten über viele Jahre recht gut – Ausnahmen gib es immer – und haben bis heute die Funktionen unseres Vereins abgesichert. Leider sind
die Namen der Leistungsträger, wie so oft in den Vereinen, auch hier immer dieselben.
Die Session 1992/93 kam, die Arbeit (der beiden ersten Kampagnen und der organisierten Feste) trug erste Früchte, unsere Gardemädels wurden von Kopf bis
Fuß neu eingekleidet und mit Christa und Bernhard Weber war schnell ein neues Prinzenpaar gefunden. 1993 war erstmals der zwischenzeitlich zur
Kultveranstaltung mutierte „Latz-Hosen-Träger-Ball“ (der Name ist übrigens eine Erfindung des späteren Prinzen Rüdiger Reuß) im Veranstaltungsprogramm der
NzM zu finden.
Der Gardenachmittag entwickelte sich ebenso wie die Fremdensitzung zu den Highlights der Session. Langsam holte die NzM den „Entwicklungsstau“ der Jahre
vor 1990 nach und schloss zu den anderen Clubs der Umgebung auf, was Programm und Professionalität anbelangte.
Der in dieser Kampagne letztmalig ausgerichtete „Lumpenball“ war (wiedermal) ein glatter Reinfall - sowohl finanziell als auch inhaltlich. Weder Publikum, noch
die Aktiven, noch die geladenen Gäste aus Petersberg hatten noch Elan, irgendetwas „umzureißen“, wohingegen die vereinsinterne Kehrausveranstaltung am
Faschingsdienstag eine nette Sache war und auch über die Jahre geblieben ist. Die Gastwirtschaft (fast vergessen!!) hatte wieder einmal einen neuen Pächter –
zwei Italiener Carmelo und Agathe. Nette Leute, die leider keine Ahnung von der Fastnacht und kein Gespür für die Kalwicher Kneipengänger hatten. Aber wer
hat das schon? Schließlich hat sich außer dem „Bergfriede“ keine andere Gastwirtschaft in unserem Dorf gehalten
Lustig war, dass die "Pizzatruppe" vom Ebert, das Feuer zur Fastnachtsverbrennung, als günstige Gelegenheit zur Sperrmüllentsorgung sah. Nie wieder war das
Feuer am Faschingsdienstag einem Hutzelfeuer so ähnlich. Gottlob hatten wir immer Feuerwehrmänner in unseren Reihen und so konnte Schlimmeres verhindert
werden.
Hinsichtlich der Erfolge in 1992/93 sind eindeutig das Weinfest und der Gardenachmittag hervorzuheben, mit denen die finanzielle Grundlage der Kalwicher
Foaset gesichert wurde. Ansonsten hatte man mit der Garde und den jungen Damen der "Nachwuchstruppe" zwei Aushängeschilder, die sehenswert waren.