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01.08.2010
Chronik NzM 2005-2006 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)
Wenden wir uns wieder dem Kerngeschäft der NzM zu und kommen zur Kampagne 2005/06, die – Wie sollte das wohl anders sein? – am 11.11.05 begann. Naja,
das war schon wieder nur die halbe Wahrheit, denn der Vorstand hatte ohne Rücksicht auf persönliche Härten und der eigenen Abwesenheit geschuldet – am
11.11. weilt Dieter M. aus M. stets in Köln – den 11ten kurzer Hand auf den 12ten verlegt. Dieser war erstens saukalt und zweitens wenig erbaulich, da man im
Vorfeld Gerüchte vernommen hatte, dass es dem sonst so vom Erfolg verwöhnten Dieter nicht gelungen sei, einen Prinzen aufzutun. Nur teilweise entschädigt
wurde die Truppe vor dem Hause des „noch“ Prinzenpaares Manfred XXXVIII „von Feuer, Fete und Knete“ und Annette „dem lachenden Blitz mit der Powerspritz“
mit einem Empfang, der dem Paar zur Ehre gereichte. Von dort zog man in gewohnter Manier durch ´s Städtchen und besuchte diverse Kandidaten, die zwar alle
recht freundlich, aber wenig willig waren. Die Odyssee endete in einer noch nicht verputzten Garage eines Neubaus, wo es außer leckeren Getränken nur noch
mehr Gerüchte gab. Schließlich klopfte es am Garagentor und die staunenden Nazumis sahen – Nichts. So geschah es noch einmal und beim nächsten Klopfen
schaute schon fast keiner mehr hin, weswegen das neue Prinzenpaar fast nicht bemerkt worden wäre, das sich heimlich vor dem Tor postiert hatte. Nach
anfänglichem Zögern jedoch wurde das neue Prinzenpaar Manfred XXXIX und Beate hereingeholt.
Die Inthronisation fand wie gewohnt in den Hallen des „Bergfriede“ statt, wo man Manfred und Annette verabschiedete und Prinz Manfred XXXIX „den
Panzerknacker vom Bikeracker“ und Prinzessin Beate „die strahlende Fee vom ABC“ die Herrschaft überließ. Ebenso übergaben Kinderprinz Max „vom
Oberecker Streichelzoo“ und Prinzessin Madeleine „von Sprint und Sprung “ Ihre Ämter an Kinderprinz Markus „der kleine Feuerwehrmann ganz groß“ und
Kinderprinzessin Luisa „von Block und Flöte“. Wie es in Mittelkalbach Brauch ist, klang der Abend ohne allzu viele Anstrengungen aus und man verabschiedete
sich in Richtung Weihnachten und Sylvester.
Naja, nicht so ganz, da man am 30.11.05 noch den Gersfelder Narren seine Aufwartung zu machen hatte. Dort hatte die neue Truppe um Manfred und Beate eine
Menge Spaß, gab es da doch diverse Vorfälle, die erwähnenswert sind. U. a. tanzte man auf den Tischen, hatte eine von der KG Neuhof zurück gelassene
Flasche Jack D. zu leeren, amüsierte sich mit der Prinzessin aus Sterbfritz usw.
Vor den Jahreswechsel hatte der Schutzpatron der NzM noch den Termin für die Straßeneinweihung gesetzt, die - wie man so hörte - länger gedauert hat. Prinz
Manfred jedenfalls schwärmt noch Heute von diesem Event, das fast wie ein zweiter Polterabend gewesen sein muss, wenn auch die Gasrechnung für die
Heizung an diesem Abend fast die Getränkerechnung überboten hat. Indes wäre die zusätzliche Anmietung mobiler Toiletten sicher lohnend gewesen, da viel
getrunken wurde und folglich viel zu pieseln war, was mangels ausreichend vorhandener Örtchen, in die Anlagen des Prinzen geschah.
Endlich war es dann soweit, in Niederkalbach beim dortigen NCV startete man in das neue Jahr und damit auch in die heiße Phase der Session. Prinz Manfred
XXXIX der Panzerknacker vom Bikeracker, Prinzessin Beate die strahlende Fee vom A B C, Kinderprinz Markus der kleine Feuerwehrmann ganz groß und
Kinderprinzessin Luisa von Block und Flöte liefen mit Ihrem Gefolge und den Adjutanten Kunibert Möller und Michael Müller ins Niederkalbacher Bürgerhaus ein.
Offenbar passierte dort nichts von weltbewegender Bedeutung, denn außer einigen grotesken unbestätigten Berichten über einen Matzerati namens Benny B.
und den anstehenden Skiurlauben wurde nichts überliefert.
Ganz anders hingegen verlief der Auftritt bei der HoBiFa, unseren netten Bekannten aus der hohen Rhön, auf deren Bühne der Captain erstmals Probleme hatte
den Namen der Prinzessin – war sie nun funkelnd oder strahlend oder gar verstrahlt? – flüssig heraus zu bringen. Flüssig wurde es dann am Glücksrad, wo man
mit dem zweiten Platz zwar wirklich gut abgeschnitten, aber mit ´ner Flasche Jack D. nun wirklich keinen guten Schnitt gemacht hatte. Der Bus indes war voll
besetzt, was man von der Theke in Hofbieber auch sagen konnte, die fest in Kalbacher Hand zu sein schien. Spät war ´s, aber richtig schön.
Ähnliches lässt sich vom Gardeturnier in Rommerz berichten, wo man mangels Platz im Saal eben auf den Tischen tanzen musste. Man erfuhr hier, dass
Kriminelle von Heute offenbar keinerlei Respekt vor einem Prinzen, der obendrein noch Kripobeamter ist, haben, denn man klaute Manfred hier die Federn
seiner Prinzenmütze.
Der heimische Gardenachmittag brachte die Erkenntnis, dass gute Organisation allein nichts bewirken kann. Die geladenen Gäste erschienen fast ausnahmslos
unpünktlich, was den Regisseur der Veranstaltung Jürgen S. doch sehr ins Schwitzen und Rotieren aber nie aus der Ruhe brachte. Die Party war super, auch
dank des hervorragend aufgelegten „Love Sound Duo“, Flurschäden gab es ebenso wenig zu beklagen, wie Verletzte, die Getränke reichten aus und alle waren
froh – vor allem unsere Finanzministerin.
Das Aufwiegen des Prinzenpaares vermittelte uns den Eindruck, dass unser Prinzenpaar übergewichtig sei, was natürlich nur ein albernes Gerücht und nur der
guten Laune von Peppi und Schorsch zu verdanken war, die an diesem Tage noch ein paar zusätzliche Kisten auf die Waage packten. Von dort ging es nach
einem kleinen Umtrunk zu Elferrat Rüdi nach Neuhof zu dessen Geburtstag, dort hatte man wohl eine super tolle Stereoanlage zu bieten, aber scheinbar
niemanden zur Hand, der sich damit auskannte. So war man dort froh als die Nazumis auftauchten und sich des Problems annahmen. Unser Prinz jedenfalls fand
es sei ein „nettes Fest“ gewesen.
Der folgende Samstag war einer der Tage, an denen der Vorstandspräsi anderweitigen Hobbys frönend der Truppe nicht angehörte und so verließ man sich
darauf, dass der Plan schon okay gehe. In Schweben angekommen mussten wir feststellen, dass eine mehr oder weniger spannende Suche nach dem neuen
Schwebener Prinz auf uns wartete und das ohne reservierte, einigermaßen akzeptable Sitzplätze. Warum um alles in der Welt man dort so früh hin sollte und
nicht erst zur Feuerwehr nach Veitsteinbach gefahren ist, wo es zwischendurch, jedoch nur mit kleiner Truppe sehr lustig war, bleibt wohl für immer ein Rätsel,
das nur der Vorstand erraten kann. Hier – in Veitsteinbach natürlich – taten sich die einzigen mitgereisten Gardistinnen Julia und Tatjana hervor, in dem sie den
Gardetanz zu zweit aus dem Stehgreif tanzten und das wirklich hervorragend. Respekt, Respekt!! Von dem Abend in Schweben wollen wir nicht lange reden, zu
sehr war man dort mit sich selbst beschäftigt, als dass man die Anwesenheit von Gästen groß registriert hätte. Eröffnungen sind wohl so, Schwamm drüber.
Am folgenden Wochenende empfing man uns in Haimbach, dem Fuldaer Westend, zu alljährlichen Narrenwettstreit, den man nicht für sich entscheiden konnte –
dabei sein ist aber auch schön. Dafür hatte man einigen Spaß in der zunächst nicht geöffneten Sektbar und an der Theke des BGH, wo man alte und neue
Freunde traf. Unschön war die Tatsache, dass man hier in Haimbach keine Orden an die Adjutanten verteilt und so kam außer den Prinzenschäfers nur ein
gewisser Dieter M. zu einem Orden. Das Programm war zu unserem Erstaunen so aufgestellt, dass man uns den letzten Startplatz zugewiesen hatte, was der
Captain dank einiger Beziehungen und freundlicher Worte jedoch abzuwenden vermochte. An Polizeiaktionen war eine Schlägerei im Saal zu beklagen – Leute
was wollt ihr denn auf der Fastnacht? Geht doch wo anders prügeln! – und der auf der Busheimfahrt durchgeführte Alkoholtest ala´ Raffi M. brachte es an den
Tag. Alle konsumieren nur soviel, wie hineinpasst.
Tags drauf gab es weder in Hosenfeld – Naja, das sollte man sich nächstes Jahr gut überlegen, ob man dort unbedingt hin muss? – noch bei der heimischen
Feuerwehr besondere Vorkommnisse, außer der Tatsache, dass unser Adjutant Michael abgespritzt wurde.
In der Folgewoche traf man sich bei den Damen und Herren aus Ützhausen, was Neuelferrat Jürgen A. „umwerfend“ fand und so sank er dort zu Boden.
Hartnäckig hielt sich darauf hin das Gerücht er sei nicht betrunken gewesen, wie zunächst vermutet, sondern schwanger, was sich im Nachhinein natürlich als
völlig haltlos erwies und seitens seiner Gattin auch mehrfach dementiert wurde. Die dortige Halle versprüht den diskreten Charme des kalten Krieges und so
muss man schon sehr, sehr gut drauf sein, damit Stimmung aufkommt – sind wir ja, oder? Auf der Bühne begrüßte man uns standesgemäß mit dem Gedeckt Nr.
1, worüber zumindest der Chronisten- Captain „very amused“ war. An Fragen blieben offen, wie zum Teufel man als Prinzenmannschaft von Foll ausgerechnet im
Kalbacher Fundus wühlen musste, um ein Lied für den FKG- Prinzen zu machen. Jedenfalls findet sich das „Manni Manni“ zur Musik von ABBA, bereits seit der
Kampagne „Manfred XXXVIII von Feuer, Fete und Knete“ im Repertoire der NzM und ist keineswegs eine Erfindung, die man sich in Foll auf die Fahne schreiben
kann. Besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht, wie auch der Captain immer sagt. Jedenfalls wissen wir seit diesem Abend, dass Ützhausen die kleinste
Prinzessin ever seen zu bieten hatte. Rekorde, lauter Rekorde.
Dem Gottesdienst am 28.01.06 blieb der Chronist traditionell fern, aber dem Vernehmen nach, hat dieser Teil der Kampagne unserem Prinzenpaar, das in Punkto
Glauben und Kirche sehr engagiert ist, sehr viel Freude gemacht, auch unserem örtlichen Pfarrer Bernhard Niemiec sei Dank. Prinzessin Beate jedenfalls war ob
dieses Gottesdienstes gerührt, wie sie dem Chronisten später berichtet hat. So fuhr man froh nach Rückers hin, wo die Veranstaltung den Verantwortlichen in
Folge Verkettung mehrerer blöder Umstände so entglitten war, dass unsere Garde bereits ca. 20 Minuten auf der Bühne stand, ehe der Prinz dann auch eintraf.
Wie man hört, will man im kommenden Jahr seitens des RCV Maßnahmen ergreifen, man darf also auf die Veranstaltung in 2007 gespannt sein.
Hieran schloss sich noch ein Besuch auf einer privaten Party an, die eher einen traurigen Anlass zu haben schien, jedenfalls nannte Dieter M. sie einen Tröster,
was ihn aber nicht hinderte das Buffet zu eröffnen. Elferrats- Raffi indes titelte in Anlehnung an einen Stimmungsschlager „ Und dann die Schenkel zum
Himmel…“ und meinte damit nicht Garde- sondern die Hühnerbeine des Buffets.
Der Kinderfasching in Schweben am 29.01. verlief unspektakulär, soll aber dennoch hier Erwähnung finden.
Skandalös jedoch sind die Verhältnisse in Bachrain. Erstens finden dort parallel zwei Veranstaltungen statt (Männer- Tanzgarde und FFW, Abteilung Fastnacht),
was die Prinzenmannschaft, um den Handwerker- Kollegen des Captain, Jürgen B., in ein unwürdiges Bürgerhaus zu Dirlos abdrängte. Dies wäre ja noch zu
verschmerzen gewesen, zumal mit der musizierenden Prinzenmannschaft aus Künzell schnell Stimmung in der Bude war, aber eine Sektbar ohne Asbach oder
ein gleichwertiges braunes Getränk, war doch starker Tobak für den Captain. Zum guten Schluss stattete man den Damen des SV noch einen Besuch im
Sporthaus ab, wo es das braune Getränk wieder gab und zudem noch Pizza, die zwar kalt war aber den Hunger stillte, der unterdessen aufgekommen war.
Tags rauf können wir vom heimischen Kinderfasching berichten, der ohne große Komplikationen verlief. Die beiden Moderatorinnen machten einen guten Job.
Parallel hatte Landesvater Roland Koch nach Wiesbaden zum Empfang geladen, der allen gut gefiel. Leider vergaß unser Prinz seinen Umhang und man
verpasste auch noch den Bus. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Der abendliche LHT- Ball brachte uns außer der freudigen Tatsache, dass nicht
nur viele, sondern auch überaus pünktliche Gäste kamen (der Chronist erinnert nicht viele Bälle der NzM, die gegen halb neun beginnen konnten), zu der
Erkenntnis, dass wir unsere Gastfreundschaft künftig besser einteilen und den Gastvereinen feste Zeitvorgaben hinsichtlich deren Auftritt machen sollten. Man
kann sich eben nicht darauf verlassen, dass man seitens des Gastes mit unserer Zeit pfleglich umgeht. Wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn wenigstens der
fast einstündige Auftritt eines Gastvereins entsprechend kurzweilig ausgefallen wäre, was er leider ab der ersten halben Stunde nicht mehr war. Besser war da
schon die Party- Stimmung nach dem offiziellen Programm, die fast Gardenachmittag-Niveau hatte, was die Besucherzahl und den Getränkekonsum anbelangte.
Unsere Kassiererin jedenfalls war überaus begeistert.
Die Döngesmühle gehört seit Jahren zum festen Einmarsch- Programm der NzM, so auch in dieser Kampagne. Hier stellte sich heraus, dass der Captain nun
doch zu den eher Dienst älteren Präsis im Lande gehört, da man ihn dort als „Urgestein“ willkommen hieß. Egal, es war eine schöne Party bei überaus netten
Gastgebern. Hier ist die Jugend auf dem Vormarsch, da das „Urgestein“ Holger S. so langsam vom Präsi- Hochstift Christian (der war letztes Jahr doch noch
Stift) abgelöst wird. Schöner fliegender Wechsel und ganz ohne Stress. Herzlichen Glückwunsch.
Der graue Morgen danach brachte außer ein wenig Katzenjammer auch die Straßeneinweihung zu Büchemich, wo man bei dem dortigen Prinzen gar fürstlich
bewirtet wurde, ehe das Bürgerhaus Schauplatz eines rauschenden Festes wurde. Hier konnte der Captain auch endlich seinen Frieden mit dem Elferart des
RCV machen, was ihm leider ob der guten Kondition der Jungs nicht besonders gut bekam, denn die Heimfahrt war sehr dunkel, da ihn der Schlaf übermannte
und er sich von der Freundin eines befreundeten Exprinzen nach Hause eskortieren lassen musste. Was dort nun so witziges passierte, bleibt das Geheimnis
dieser drei Herrschaften.
Die Weiberfoaset wurde erstmals freitags abgehalten und hier erkannten wir, dass es immer was anderes ist, wenn Leute etwas tun oder tun. Hätte man seitens
der NzM einen Motorrad- Einrasch mit laufendem Motor gebracht, so wäre man seitens der Gemeinde vermutlich ausgerastet. Selig sind die kfd- Frauen, denn
ihnen gehört die Mehrzweckhalle. Der Abend danach verlief ohne große Tiefen, leider aber auch ohne Höhen, zumal man sich bei den Weibern verabschiedete
und seinen Einmarsch in Engelhelms zelebrierte. Hier war es heuer so schön, dass die meisten nicht wieder in den Bus wollten. Feiern mit Ütze macht halt Spaß.
Leider - muss man heute sagen - fuhren wir dann noch nach Thalau, wo es wieder erwarten und aus unerfindlichem Grunde diesmal nicht recht werden wollte.
Bei der Heimfahrt indes hatte des Captain Gelegenheit sich bei der Gardedame des RCV für die zuletzt gemachte Eskorte zu bedanken.
Der 18.2. bescherte den Nazumis einen schmerzlosen Einmarsch bei der Concordia zu Mittelkalbach und eine interne Party des Prinzenpaares, die der Captain
geschwänzt hat und deswegen nicht viel dazu sagen kann. Dem Vernehmen nach war die Party nicht voll, aber dafür lang.
Die Kinderfastnacht in Thalau besuchten wir sonntags und waren hoch erfreut, ob des kurzweiligen allerdings auch ausgedehnten Programms. Negativ fiel nur
ein gewisser Elferat im Bus auf und dann schließlich auch vom Sitz. Der arme Kerl kann eben das Trinken nicht vertragen.
Mitten in der Woche traf man sich in der Wiesenmühle zum Prinzentreffen. Leider hatte außer dem Captain keiner Zeit und so hielten nur der Prinz und der
Chronist die Kalbacher Fahne hoch. Gekommen waren, wie im Bus nach Wiesbaden ausgemacht, Engelhelms, Künzell, Bachrain, Kämmerzell und eben wir. Die
KG Fulda feierte eine private Sause in der Windmühle. Man hatte sich trotz großer Versprechen nicht veranlasst gesehen, wenigstens eine Stippvisite in der
Wiesenmühle zu manchen. Oder hatte man sich im Lokal geirrt? So setzte sich die Mannschaft dann zu späterer Stunde noch in Richtung Windmühle in
Bewegung, wo man einsehen musste, dass auch die Fuldaer Prinzenmanschaft nur mit Wasser kocht und von Alkohol besoffen wird. Besten Dank an dieser
Stelle nochmals an den Bringservice von Helma B., der Mutter unseres Chronisten und eine alte Bekannte des Prinzen Manfred und natürlich an den Abholdienst
des Elferrates Rüdiger R., der leider zu spät war. Und so blieb das Büro des Captain am folgenden Morgen erst einmal dunkel.
Vor den Auftakt zur Fremdensitzung hielt die Vorsehung zunächst einige Autobahnkilometer für den Captain bereit, der kurz vor knapp aus dem Westerwald
eingeflogen kam. Was tut man nicht alles für ein wenig Spaß? Und den hatten wir in der brechend vollen Mehrzwecknarrhalla und einer rauschenden
Fußballparty. Wir vermelden die größte Deutschlandfahne aller Zeiten und ein wirklich kurzweiliges Programm rund um die WM im eigenen Lande. Hier wurde
gefeiert bis der Arzt in den frühen Morgenstunden die Party beendete – der tat das natürlich nicht, aber irgendwann ist halt mal Schluss.
Also wurde hurtig aufgeräumt und flugs ging es nach Flieden zum dortigen Umzug. Fast alle in voller Fußball- Montur und gut gelaunt bei Eiseskälte. Dennoch
hatten wir Spaß vorher, während und nachher. Leider wissen in Flieden immer noch nicht alle, worum es beim Fasching geht. Jedenfalls nicht ums Randalieren,
Prügel und Pöbeln. Schon gar nicht darum Kindern Bier über den Kopf zu kippen. Erstmals war die Weilburger Hessentagsgruppe mit von der Partie, die auch
gleich interviewt wurde, aber nicht wirklich etwas sagen konnte. Erwähnenswert ist der schöne Wagen, den die NzM mal wieder gebaut hatte. Dem Captain gefiel
es als Fußgänger dennoch besser, aber schön anzusehen war ´s schon. Die Zugkommentatoren waren ob der vielen Kalbacher Ortsteile offenbar verwirrt,
sodass wir abwechselnd aus Nieder-, Ober oder Mittelkalbach kamen. Naja, wir sind ja nicht so.
Beim anschließenden Essen im Bergfriede mussten wir erfahren, dass Erwachsene Männer offenbar, ebenso wie Kinder, ab und zu kein Maß haben. Große
Männer sind sie ja, große Hähne wollten sie, aber gepackt haben sie die dennoch nicht. Außer Mirko H., der hat den ganzen Brathahn verspachtelt. Verhaftet und
in den Verein aufgenommen wurden dann 3 Ehepaare, die eine private Party feierten. Leider war der Präsi Dieter nicht nur seiner Kondition, sondern auch noch
seiner Muttersprachen verlustig gegangen und so musste man doch sehr genau zuhören, was er wollte, meinte oder meinte zu wollen. Egal die Verhaftung, wie
auch die Vereinsaufnahme waren am Ende erfolgreich, die Stimmung gut und bei netten Menschen fühlen wir uns sowieso wohl. Bussi an die örtliche Frisör,
Bösenmakler- und Rolladen- Innung.
Was so alles danach passierte, entzieht sich der Kenntnis des Chronisten, aber man munkelt, Dieter M. sei nächtens noch am Grashof gewesen, der war zwar
zu, aber seit wann stört sich ein Karnevalist an so was?
Der graue Morgen des ROMO 2006 lichtete sich bereits beim Frühstück, das alle, die schon wieder Hunger hatten, mit unserem Prinzenpaar bei der Feuerwehr
einnahmen. Die Organisation bei der FFW ist, wie allseits bekannt, ohne Mängel und so hatte man gut zu Essen und zu Trinken, stärkte sich für einen harten Tag
und war schon wieder zum Scherzen aufgelegt. Entgegen der sonstigen Gepflogenheit, trennte man sich nicht, sondern bildete nur eine Truppe, die zu Fuß
loszog. Herauskam dabei außer einer netten Börse, leider auch eine böse Bank, wo man die gemachten Brötchen ungegessen entsorgen musste – der Vorstand
machte nach der Kampagne dort sein Aufwartung und hatte Mühe, die Gemüter zu beruhigen.
Bei einem ortsansässigen Eierproduzenten trafen wir nur einen exotisch anmutenden Mitarbeiter an. „ Das von Leo, bitte mitnehmen!“, sprach ´s und ließ uns bei
einem Karton mit einigen Hundert hart gekochten Eiern stehen. Dies ist nur eine der vielen Anekdoten, die aber oft nur witzig sind, wenn man dabei war, deshalb
wollen wir hier nicht weiter von so etwas reden, sondern uns dem Umzug zuwenden. Dieser hatte bei leichtem Schneetreiben mehr Teilnehmer als Zuschauer
und so verbreitete sich schnell gute Laune, da fast alle Zuschauer auch etwas abbekamen – ob nun Kamelle oder Schnäpschens, wird hier doch sicher nicht
verraten. Man fuhr aus Sentimentalität eine Ehrenrunde in Eberts Hof, hatte dabei Al Capone (Prinzenclique) und seine Edel- Damen im Schlepptau – letzteren
fehlte nur noch das Preisschild –, die ´nen geklauten Safe und scharfe automatische Waffen mit sich führten (Zigarren inklusive). Alles in allem kann man von
einem netten kleinen Zug reden.
Beim bunten Treiben im Saal schließlich ging die Post dann ordentlich ab – hier kann man lediglich erwähnen, dass der Vorstandspräsi Dieter M. offenbar an der
Alzheimerschen Krankheit leidet. Er kann sich einfach nichts merken, dass er nicht will. Alle Jahre wieder fordert Dieter nämlich den Captain auf an den
„Rosenmontagsspaßtänzen“ mit Garde oder Männerballett teilzunehmen. Und dies obwohl er den Chronisten seit vielen Jahren kennt und weiß, dass dieser
wegen einem defekten Knie (das auch nicht mehr wird) nicht an Belustigungen dieser Art teilnehmen kann (es ging nie um das Wollen). Wir schlagen daher vor,
dass sich besagter Präsi mal die Ohren spülen lässt und sich solcher Aufforderungen künftig enthält? Wir werden sehen! Für dieses Mal endete die Aufforderung
im Kochtopf der Matzeraties in dem der Captain ordentlich umhergeschleudert und von einem gewissen Thommi K. fast platt gedrückt wurde – blaue Flecken
inklusive – Besten Dank.
Unschön war der Besuch einer Kollegenstreife unseres Prinzen, die einen jugendlichen Schläger in unserem Elferrat vermuteten, aber nach kurzem Gespräch
wieder abzogen, da man offenbar im falschen Dorf war. Was folgte war eine gigantische und (zugegeben) auch feuchtfröhliche Party, bei der buchstäblich auf den
Tischen getanzt wurde. Doch auch die schönste Party geht irgendwann zu Ende und nach etlichen Stunden war unser Thekenpersonal nicht mehr gut aufgelegt,
so dass sich ein kleiner Tross in Richtung Copa orientierte. Auf dem Fußweg dorthin rätselte ein gewisser Elferrat namens Hilde R. über das Alter einer Dame aus
der Auslese. Diese – unsere allseits beliebte Evi W. – schätzte er auf deutlich über 30. Bei näherem Betrachten stellte sich heraus, dass die Dame erst 27 und
damit lediglich ein Jahr älter als unsere Hilde war. So flirtet man ungeschickt – setzen 6. Auf der Tanzfläche der Copa, die schon manchen unglaublichen NzM-
Auftritt erlebt hatte, tanzte der verbliebene 4er- Rat (Hilde R., Jochen D., Wolfgang M., Heiko F.) oben ohne. Wobei das auf Wolfgang M. zurückging, der gestürzt
war und darauf sein dreckiges und defektes Hemd entsorgt hatte. Dem Vernehmen nach will der letztgenannte demnächst lieber Prinz werden, weil man da nicht
soviel trinken müsse. Wer ´s glauben will.
In den frühen Morgenstunden des Faschings- Dienstag 2006, also dem 28.02., begannen die Nazumis, die Spuren der wilden, hinter Ihnen liegenden Zeiten zu
beseitigen. Es galt aufzuräumen, Gläser zu spülen, Müll zu entsorgen, Tische und Stühle zu säubern und weg zu packen. Dies war den Hausgeistern der MZH
offenbar nicht ordentlich genug, das diese meinten hinter unseren echt ordentlichen Damen vom Putzlappengeschwader herputzen zu müssen. Sinniger wäre es
gewesen, andere Dinge zu tun, als eine getane Arbeit nochmals. Es gilt und galt der alte Spruch „Viele Hände, schnelles Ende“ und so war die Arbeit
einschließlich Abbau des Prinzenwagens bis zum einigermaßen frühen Nachmittag erledigt und man wandte sich den Verhaftungen zu, die man ausgelassen
hatte. Man kassierte dann auch gleich den fälligen Anschiss in der örtlichen Spaßkasse, ließ sich den Sekt im Tegut- Markt schmecken, mit dem sich Rüdiger R.
fast erschossen hätte, aber gottlob nur die Decke demolierte. Schließlich wurde an diesem Tag noch der allseits beliebte Herr A. (genannt Lutz) Vereinsmitglied.
Gastwirte hatten wir schon immer gern in unseren Reihen.
Zwischendurch beehrte man noch die kleinen Narren in der Grundschule, ehe gegen halb acht der Kehraus begann. Die Luft war raus, das merkte man den
Meisten deutlich an und so war es nur eine kleine Schar Unentwegter, die bis nach 24 Uhr durchhielten.
Das Helferfest im Sommer, der nicht wirklich als solcher zu bezeichnen war verlief mit nur einem Höhepunkt – endlich war es einmal der Captain, dem die Kinder
zu Füßen lagen. Wen wundert das, da er für das Eis zum Nachtisch gesorgt hatte
Der 1.Rhöncup der Matzeraties hingegen sorgte da schon für mehr Zündstoff und beschäftigte den erweiterten Vorstand noch lange danach. Hier warf auch die
Abrechnung dieser Veranstaltung so einige Fragen auf, die in der Generalversammlung, die recht spät erst Mitte Juli stattfand, heiß und langatmig diskutiert
wurden. Die Durchführung des Weinfestes wurde für Ende August beschlossen, wobei man gleichzeitig entschied es nur noch alle zwei Jahre auszurichten –
manchmal ist weniger eben doch mehr. Wahlen gab es keine, so kehrte wieder Ruhe ein und man freute sich auf die kommende Kampagne.