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01.08.2010
Chronik NzM 2004-2005 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)
So schipperte man durch die Zeit und auf den 11.11.04 zu. der so sicher wie ein Amen in der Kirche auch kam. Man traf sich beim scheidenden Prinzenpaar,
Bianca „aus dem Hause Parketti Paletti“ und Mats XXXVII, „The Red Bull“ und begann die Suche nach einem neuen Prinzen oder Prinzenpaar. Diese war arg
beschwerlich, und saukalt war es obendrein, weshalb man sich nach mehreren erfolglosen Versuchen zum Aufwärmen ins heimische Gasthaus „Zum Bergfriede“
aufmachte. Hier machte sich bereits eine flaue Stimmung breit, als unter großem Jubel eine strahlende Prinzessin, begleitet von zwei Adjutanten, den Saal betrat.
Prinzessin Annette „der lachende Blitz mit der Powerspritz“, wurde von zwei Neulingen im Faschingsbusiness, Jürgen Adolf und Andreas Müller, herein begleitet
und wählte sich „oh „Wunder“ mit Ihrem „Kochs Manfred“, den neuen Prinzen Manfred XXXVIII „von Feuer, Fete und Knete“ aus. Mit dem Erstgeborenen der
beiden wurde Max „vom Oberecker Streichelzoo“ Kinderprinz, dieser wählte sich mit Madeleine „ von Sprint und Sprung “ seine Prinzessin und beide traten damit
die Nachfolge des scheidenden Kinderprinzenpaares Jonas „ von der bunten Legowelt “ und Antonia „ von den Eichenwiesen “ an.
Die folgende Party, bei der der Amtswechsel vollzogen wurde, zog sich, alter Traditionen eingedenk, bis zum frühen Morgen und man wird sicher noch lange
davon zu sprechen haben.
So ging es „zwischen die Jahre“ und darüber hinweg bis zum 01.01.05. An diesem Tag fand einer der HoBiFa- Hausbälle statt, zu denen wir immer so gerne und
mit vielen Leuten fahren. Der Captain hatte viele nette Begegnungen, unter anderem mit dem Dreigestirn der HoBiFa, die dort eigentlich nur „die hl. Drei Könige“
genannt werden. Die drei grauen Eminenzen saßen dort bequem an der Theke, tranken Ihr Bier, hielten Hof, machten sich über allerlei Neuerungen innerhalb der
HoBiFa und des Dorfes lustig. Dass die drei aus einer älteren Generation stammen, wurde auch dem Captain klar, mit dem sie sich über die Konstellation des
Prinzenpaares aus Hofbieber, vor allem über die sexuelle Ausrichtung des Prinzen und seines Ministers unterhielten. Nun ja, die Umbenennung der HoBiFa in
„HoMoFa“ hatten die Herren nicht zu fürchten, man kam zwar nicht über einen Leisten, aber kurzweilig war es allemal. Über die Unterhaltung hätte der Chronist
fast vergessen den netten Abend dort zu erwähnen oder die Flasche Leckerei, die unser Prinzenpaar Annette und Manfred beim Glücksrad „erdrehten“.
Sonntags ging ´s dann verkatert nach Niederkalbach, wo wir jede Menge Spaß hatten, ausnahmsweise die CD nicht leierte, wir aber erkennen mussten, dass
diverse Elferräte eines kleinen wehrhaften Dorfes im Königreich wohl nicht in der Lage sind, etwas hinzuzulernen. Von respektvollem Verhalten gegenüber einem
Älteren wollen wir nicht erst reden. Den Abschluss eines netten Wochenendes bildete eine Zocki- Pizza für das Prinzenpaar, die beiden Neukarnevalisten
Andreas M. und Jürgen A. aus M., sowie den Captain. Leider telefonierte die Fahrerin des für die Heimreise angeforderten Prinzentaxis lieber mit einer nicht
näher genannten Person als loszufahren, und so musste die Gesellschaft die Hälfte des Weges doch zu Fuß bestreiten.
Das folgende Wochenende brachte zum Auftakt einen Einmarsch bei der versammelten Belegschaft einer hier verständlicher Weise nicht näher genannten
Genossenschaftsbank, bei der unser Kassen-Manfred seine Brötchen und die Wurst verdient. Man hatte die NzM zur Westernparty geladen und, so stürzte man
sich ins Vergnügen und in einen Saal voller Cowgirls, wilden Indianern, Squaws und Sheriffs – einige unentwegte Zivilisten, wie es sie in jeder Firma gibt, waren
auch zugegen. Als nette Anekdote kann man die Tatsache verbuchen (Banksprache), dass eine unserer Gardistinnen, Frau Steffi E. aus M., die bereits mehrfach
von einem Bankmitarbeiter angeforderte Personalausweiskopie hier übergeben wollte und leider dem Captain gegenüber hierüber nicht geschwiegen hatte.
Dieser machte daraus einen Programmpunkt und so werden wohl die Geno- Banker diesen Namen einschließlich des zugehörigen hübschen Gesichts nie wieder
vergessen. Nach dem Ausmarsch ging es ebenso kurzweilig zur Sache – eine richtig nette Party, wie früher, mit Gesang und leider auch freien Getränken.
Leider? Nun, dies ist die persönliche Meinung des Chronisten, dem man die „freien“ und wohl auch „zu vielen“ Cognacs beim folgenden Einmarsch in Kerzell
allzu deutlich anmerkte. Die Theke dort hat der Captain folglich in unguter Erinnerung, da das blöde Ding permanent wackelte und auch der Fußboden darunter
reichlich uneben zu sein schien. An dieser Stelle sei dem Elferat Hilde gedankt, der sich als Pflegepersonal verdient gemacht und den wackeligen Captain sicher
in den Heimfahrtbus geschafft hat.
Vor den samstäglichen Besuch bei der Rommerzer Garderevue hatte der heilige Narrhalla in diesem Jahr den Einmarsch bei der Feuerwehr im Bergdorf,
Veitsteinbach – „Stämich“ -, gesetzt. Hier wurden wir bestens aufgenommen und beklatscht von den wenigen, aber begeisterten Brandschützern und Ihrem
Anhang. In Rommerz schließlich hatten wir endlich einmal Platz, aber leider wegen des dichten Programms keine Gelegenheit zum Tanzen, was sich nach
Programmende zum einen dadurch bemerkbar machte, dass unsere Prinzessin förmlich an der Tanzfläche klebte und zum anderen die Busabfahrt hierdurch um
satte 45 Minuten verzögert wurde. Es wollte eben keiner wirklich nach Hause, weil es in Rommerz so gut war. Während des Auftritts brachte unser Prinz den
Captain in Verlegenheit, in dem er zu seinem und dem Prinzessin- Adjutanten auch deren Ehefrauen mit auf die Bühne nahm. Hier überließ der ansonsten so
unerschrockene Captain Prinz Manfred kurzerhand das Mikro und dieser klärte das Publikum über den Sachverhalt auf. Der Ausmarsch der Truppe von der
Bühne indes fand ohne den prominenten Elferrat Marc H. aus M. statt, der es vorzog, weiter im heimeligen Separee des RCV zu bleiben, statt mit der
Prinzenmannschaft die Sektbar zu stürmen.
Sonntag, 09.01.05, traditioneller Gardenachmittag der NzM. Hier kann man nur sagen, dass wir uns und den Zuschauern Gutes getan und weniger Auftritte
zugelassen haben. Die Party war eine einzige Werbung für den Kalbacher Karneval und die NzM. Es gab nur zufriedene Gesichter, sogar Musikus Uwe W. war
voll des Lobes, konnte er sich doch während und vor allem nach dem Programm richtig austoben und sein ganzes Können zeigen. Lediglich Anni V. aus M. wird
den Tag sicher in unguter Erinnerung haben, warf man ihr doch vor, sie habe die Treppe zum Bühnenpodest mit ihrem Gewicht zum Einsturz gebracht. Das ist
natürlich an den Haaren herbei gezogen, so schwer ist unsere Anni dann auch wieder nicht. Beim Einmarsch der HoBiFa gab es ein Gedicht vom Präsi-Captain
zu hören, das der HoBiFa- Prinzessin Judith galt. Hier kam das Gerücht auf, dass beide etwas miteinander hätten. Angesichts der sonstigen Prinzenmannschaft,
von denen mindestens zwei nur platonisch etwas mit einer Frau anfangen können, kein Wunder. Das Gerücht hielt sich dann auch hartnäckig und sehr lange.
Naja, das wiederum ist auch relativ. Tatsächlich wurden die Spekulanten schon abends in der Sektbar verwirrt, wo es nicht jene Prinzessin war, die er im Arm
hielt. Dieser Anblick veranlasste die uns bestens aus der Vorgeschichte bekannte Sonja M. aus V. zu der Aussage: „ Captain, ich bin entsetzt!“. Schwamm drüber,
es ist ohnehin alles Schnee von gestern.
Solche Kommentare könnte man auch über die folgenden beiden Auftritte am Freitag in Hattenhof und Welkers loslassen, aber wir wollen uns darauf
beschränken, konstruktive Kritik zu üben. Für einen Karnevalisten ist ein teilnahmsloses, desinteressiertes Publikum eine echte Strafe und wir können Leuten, die
auf die Foaset kommen, um nicht zu klatschen, nur raten, künftig wieder „Wetten Daß“ zu schauen, und nicht den Aktiven im Heimatort und in der Umgebung die
Zeit zu stehlen. Es tut mir nur Leid für alle, die Dienste schieben, trainieren, sich auf Auftritte vorbereiten und dann abends ihr Bestes geben. So etwas hat keiner
verdient. Schämt Euch! Wenigsten erhellten die Freunde aus Ütze und von der KVB unseren Abend, der an der Welkerser Theke dann doch noch versöhnlich
ausklang.
Der Samstag - hier meinen wir den 15.01.05 – führte uns zum großen Gardeturnier nach Uttrichshausen, wo außer einigen netten Freunden des Captains und
der Gardistin Sonja M. aus V. keine wirklichen Höhen zu verbuchen waren. Man sollte dort einmal Entwicklungshilfe leisten und die Organisatoren dahingehend
beraten, dass weniger sicher mehr wäre. Ein so dichtes Programm jedenfalls hat keiner in der NzM je erlebt. Schade eigentlich, denn die Stimmung war gut.
Egal, Spaß hatte trotzdem ein guter Teil der Truppe, so z. B. die Auslese, zu denen sich auch der Captain gesellte. So vorgeglüht, ging der Einmarsch bei der
heimischen Feuerwehr, deren Häuptling unser Prinz Manfred ist, leicht von der Hand. Die Brandstifter (oder löschen die?) haben uns super empfangen, und so
wurde der Abend bei guter Musik und netten Gesprächen bis in die Morgenstunden ausgedehnt.
Sonntags wurde es offenbar, dass die Anzahl der gelösten Bierkisten beim Aufwiegen durch den „Hochstift- Schursch“ nicht das Geringste mit dem tatsächlichen
Gewicht des Prinzenpaares zu tun hat, sondern vielmehr von der Tagesform des Biervertreters abhängt. So sahen das auch die meisten der erschienenen
Nazumis, die fast durchweg Sonnenbrillen trugen. Der Captain hat das nicht recht verstehen wollen. So hell war es nun auch nicht an diesem Mittag.
Vom Auftritt beim GV in Schweben am folgenden Freitag gibt es nicht viel zu berichten. Eigentlich hatte keiner wirklich Lust, irgendwie war die Stimmung nicht
berauschend – außer bei unserer Prinzessin, die richtig ansteckend sein kann mit ihrer guten Laune. Dennoch gab es wieder einmal Probleme, die NzM zur
vereinbarten Abfahrtszeit in den Bus zu kriegen, gefehlt haben diesmal leider allzu hohe Herrschaften und so konnte der Bus nicht pünktlich fahren – naja,
unseren Prinzen und Adjutant Jürgen A. aus M. wollten wir dann doch nicht laufen lassen. Das Warten war ohnehin nicht schlimm, wie immer in dieser Kampagne
gab es leckere Sachen zu trinken.
Es folgte am Samstag, 22.01.05 ein Novum, da die NzM- Führung beschlossen hatte, den Kinderfasching erstmals samstags statt an einem Sonntag
auszurichten. Hier kann man nur sagen: „Gut gedacht, gut gemacht.“ Ein entspannter Nachmittag, der von zwei jungen Damen aus der Präsidentengarde
gekonnt und super moderiert und geschaukelt wurde. Was soll man noch sagen? Nichts, alle waren zufrieden, auch die Vereinskasse.
Das Gleiche kann man auch vom Latz-Hosen-Träger-Ball sagen, der praktisch nahtlos an den Kinderfasching anknüpfte (kein Wunder, war ja am gleichen
Abend). Hier begrüßte man entspannt die geladenen Gäste, konnte sich zwischendurch Zeit zum Tanzen nehmen und hörte nur Lob von den vielen Damen und
Herren aus dem Publikum, die alle wiederzukommen versprachen. Erwähnung finden sollte hier noch die „Servierwagen- Kür“, die unsere Ausles- Damen Bianca
R. und Sandra W. aus M. unfreiwillig machen mussten, da es keines der Tanzpaare störte, dass die beiden ihre Getränke an den Mann und die Frau bringen
wollten. Indiskreterweise sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass die eine ehemalige Prinzessin ist und wir die andere gerne einmal als Prinzessin hätten.
Den Sonntag nutze man zum Aufräumen und den folgenden Freitag und Samstag zum Ausruhen, was uns direkt zum Sonntag, 23.01.05 führt, den wir mit den
Freunden der KVB in Vorstands- Petras Heimatort, Büchemich, anlässlich der dortigen Straßeneinweihung verbrachten. Eine kleine Vorhut der Matzeraties war
bereits vormittags dort gesehen worden, die u. a. aus Benny B. und Lars H. aus M. bestand. Böse Zungen behaupten, dass man diesen "warm up“ zum
Dekorieren der dörflichen Gastwirtschaft genutzt habe. Dieser Bericht ist allerdings unbestätigt. Die Stimmung im BGH zu Büchenberg war wie immer super, das
Volk stand bei Zeiten auf den Tischen und Bänken, was wohl der Grund dafür war, dass alle Nazumis sich hier köstlichst amüsiert haben und zumindest einer
auch bis zum Mittag des nächsten Tages dort verweilte. Was besagter Benny B. dort so lange getrieben hat, wird wohl niemand je erfahren. Auch im Dunkeln
liegen die Vorkommnisse der parallel ausgetragenen Veranstaltung für die Kindertruppe in Schweben. Es war einfach nichts aus den Teilnehmern
herauszukriegen.
Der folgende Freitag brachte uns nach Thalau zu alten und lieben Bekannten. Hier unter Freunden kann man besser und ausgelassener feiern als in der Fremde.
So jedenfalls deutet der Chronist die Tatsache, dass ein gewisser Elferrat tiefer als sonst gewohnt in das Baccardiglas schaute. Zu Dank sind wir hier wiederum
der bekannten Hilde verpflichtet, der den leidgeprüften, etwas wackeligen Elferat namens David S. von der Bühne eskortierte und dabei in Ausübung seiner
Pflicht zuerst das Gleichgewicht und dann sein Handy verlor. Darauf ging die Fahrt weiter nach Engelhelms – leider ohne Prinz, den die Adjutanten leider
vergessen hatten (kann ja mal vorkommen, war ja auch die erste Kampagne der Beiden ). Dort kamen wir dann mit etwa einer Stunde Verspätung an, was uns
nicht hinderte, das dortige Programm zu sprengen. Auch die dortige Mikrophonanlage gab Anlass zum Ärgernis, jedenfalls titelte so Präsident Dieter M. aus M.,
der auch sogleich das sonst so heiß geliebte Micro entsorgte. Wie man das in Engelhelms fand ist leider nicht überliefert.
Der Samstag begann, wie sich das für Narren in der fünften Jahreszeit gehört, erst abends mit einem Gottesdienst, der dank der sehr rührigen Gerlinde L. in
guter Erinnerung geblieben ist. Ausmarschierend aus der Kirche traf man sich anschließend in der bunt geschmückten Narrhalla der Sängerinnen und Sänger der
Concordia, von denen allerdings weniger anwesend waren als Nazumis. Da hier keine Höhepunkte zu vermelden sind, wenden wir uns dem Auftritt beim
Carneval Club Döngesmühle zu, der leider ebenso wenig Anlass gab, viel zu berichten. Einzig unser Busfahrer war an diesem Abend nicht gut drauf. Wer ist das
schon, wenn er fast zwei Stunden blöd und ohne Fahrgäste am Kirmesbaum rumsteht?
Nicht viel ereignisreicher ging es bei der traditionellen Weiberfoaset der kfd zu, die, obwohl zuweilen kurzweilig, im Grunde nicht wirklich unser Ding war. Hier
kann man lediglich zu unserer Schande berichten, dass mindestens ein Elferrat mehr Wein getrunken hat, als ihm üblicherweise gut zu Gesicht steht. Der
Captain hatte mit der Fütterung des jüngsten Prinzennachwuchses alle Hände voll zu tun, und so fällt dieser Bericht wohl etwas einseitig aus.
Der Fastnachtssamstag, und mit ihm die Fremdensitzung, nach Ostern und Weihnachten einer der höchsten Feiertage hierzulande, kam wieder einmal völlig
überraschend – war ja auch verdammt früh in diesem Jahr, am 05.02. sind wir sonst noch mittendrin. Sie brachte wieder einmal ein Mega- Programm, das unter
dem Motto „Im Himmel ist der Teufel los“ stand und allerlei Höhepunkte brachte. Seit jenem denkwürdigen Tage ist bekannt, dass der zuvor noch so lapidar
erwähnte Kirmesbaum nicht etwa vergessen wurde, sondern mit voller Absicht als neues Wahrzeichen Kalbachs, als „Fastnachtsbaum“, stehen gelassen wurde.
Schnitzer gibt es in jedem Programm und in jeder Moderation. Dies musste auch der Captain erkennen, nach dessen Ausführungen unsere ehemalige Prinzessin
Bianca wieder ihren Mädchennamen trägt, eine der Gardistinnen Jessica statt Rebecca heißt, die beiden tanzenden Zwillinge Miriam heißen usw. … … Nun ja,
man gibt sich Mühe, aber bei dem Garderobenstress dieses Abends kann man dem Präsidenten der Veranstaltung seine kleinen Patzer sicher verzeihen. Der
Stimmung jedenfalls tat dies keinen Abbruch, denn sie hielt den ganzen Abend und die halbe Nacht.
Der Umzug in Flieden am frühen Morgen des Fastnachtssonntag 2005 verlief ohne große Höhepunkte, lediglich das Stromaggregat des Prinzenwagens muss
wohl einmal generalüberholt werden. Der Vorschlag, in 2006 abwechselnd immer einen Elferrat in ein Laufrad zur Stromerzeugung zu stecken, war wohl sicher
nur ein Karnevalsgag. Schlimmes gibt es nur von einem Verletzten zu berichten, der offenbar an jemanden geraten war, der nicht zum Scherzen aufgelegt und
statt zum Feiern zum Prügeln nach Flieden gekommen war. Solchen Subjekten empfehlen wir dringend, einen Psychiater zu konsultieren und sich bei
schlechtem Heilerfolg einweisen zu lassen. Lustig war, dass der extra für die „Kleinen“ schon um 16 Uhr georderte Bus bei Abfahrt halb leer und im Übrigen
hauptsächlich von Erwachsenen besetzt war. Einen guten Teil der in Flieden verbliebenen NzM- Belegschaft kutschierte dann Präsident Dieter gegen 18 Uhr
nach Hause. Über den Verbleib der um 16 Uhr erwarteten „Kinder“ darf spekuliert werden
Das Frühstück am Rosenmontagmorgen, der viel zu früh angebrochen war, richtete man in den gastlichen Hallen der Feuerwehr aus – wen wundert ´s? Prinz
Manfred ist dort Vorstand – Beziehungen sind halt doch was wert. Hier saß man gemütlich bei allerlei Leckerem, Kaffee, der Zeitung und den wilden Stories des
Vortages. So erzählte man sich, dass ein blau bestrumpfter Elferrat in Ermangelung eines sauberen eigenen Schlüpfers den String- Tanga seiner Gardistin
getragen habe. Auch dieser Bericht ist nicht offiziell bestätigt. Frisch gestärkt und guter Dinge machte man sich dann auf, die Verhaftungen vorzunehmen. Hier
können wir auch einige Anekdoten berichten, so z. B. dass die Truppe um Prinz Manfred quasi als „Ersatzprinzessin“ eine Gummipuppe aus dem einschlägigen
Fachhandel mit sich führte, der Captain sich extra zur Truppe der Prinzessin gesellte, weil diese den bekannten Lothar R. verhaften sollte und sich der Berichte
über den leckeren Whisky im Vorjahr noch erinnerte. Leider musste er sich mit Sekt begnügen, was einigermaßen enttäuschend war. Dafür kam Prinzessin
Annette auf Ihre Kosten und auf den Sitz der im Foyer des Wohnhauses R. abgestellten Harley. Wir mussten erfahren, dass im Beauty- Salon von Margit T. keine
Enthauptungen durchgeführt werden und somit einige Elferräte dort sicher keinen Termin erhalten werden. Es gab Geschäftsmänner (Georg T. aus M.), die sich
der Truppe nicht stellen konnten, da der frisch geschlüpfte Nachwuchs zu wickeln war, und im Gemeindezentrum übermannte Prinzessin Annette die Erkenntnis,
dass die Tische dort nicht zum Besteigen gedacht sind. Im Vorfeld des Zuges betankte ein gewisser Rüdiger R. aus N. das Stromaggregat und hatte
anschließend eine defekte Elferratsjacke, wobei das Aggregat jede Schuld von sich weißt – merkwürdigerweise reden wir von genau dem Rüdiger R., der kurz
darauf hart gekochte Eier mit der Schale aufgegessen hat. Narren, alles Narren
Der RoMo- Zug erstrahlte hingegen im Glanz früherer Jahre, man zählte erstmals seit Bestehen der NzM wieder um 20 teilnehmende Gruppe die größtenteils zu
Fuß unterwegs und bester Laune waren. Bei strahlendem Wetter tobte die Polonäse um den „Fastnachtsbaum“ fast eine Stunde, ehe das Volk in die Narrhalla
einfiel. Diesen Weg trat erstmals auch der Prinzenwagen an, der unter ungläubigen Blicken des Narrenvolkes in die MZH einfuhr. Das Motto der Fremdensitzung
war allgegenwärtig und zum tosenden Beifall des Volkes traten Kinderprinz, Prinz, beide Adjutanten und Präsident Dieter zu den Garde- und Showtänzen an. Hier
stach der Kinderprinz hervor, der den Rekord von Ex- Prinz Kunibert einstellte und alle Tänze mitmachen konnte. Der Rest der Herren landete abgeschlagen auf
den Plätzen. Den Chronisten hatte man angesichts seiner schweren körperlichen Gebrechen hier verschont. So eingestimmt stieg die Stimmung der Narren
stetig, so dass die Party bis in die Nacht weiter gefeiert wurde. Natürlich gab es auch einige Ausfälle zu beklagen, so mussten die „Alten Herren“ ebenso früh die
Segel streichen, wie unser allseits beliebter Elferrat J.B. (der, der so gerne Wein trinkt), der auf dem Parkplatz stehend (schwankend) mit den Worten:“ Du
hässlicher Vogel hast doch ein Auto, fahr´ mich mal heim!“ nach einer Mitfahrgelegenheit Ausschau hielt. Soweit wir wissen, hat die angesprochene Dame ihm
diesen Vorfall nicht weiter übel genommen. Selbst der so kampferprobte Präsident Dieter M. war nach den vielen Stunden am Ende seiner Kräfte und unser Prinz
Manfred hatte auch „platt gefahren“. Lediglich Prinzessin Annette hat bis zum Ende durchgehalten und wurde vom guten Geist der NzM, einer gewissen Petra E.
aus M., nach einem Mitternachtsimbiss im Hause der FFW über den Prinzenboulevard nach Hause chauffiert. Was gegessen wurde und wer noch Hunger hatte,
war nicht mehr zu recherchieren.
Der Dienstag brachte nicht viel Berichtenswertes, das Aufräumen hatte Dank vieler Hände ein schnelles Ende, Benny B. aus M. kehrte bereits um 13 Uhr aus
dem benachbarten Büchemich zurück („Tschüss, bis nächstes Jahr“) und die Putzkolonne musste auf der Herrentoilette des BGH feststellen, dass diversen
Herren scheinbar der Unterschied zwischen einem Urinal und einem Waschtisch mit Hebelmischer nicht klar ist. Diesen Herren sei der fachkundige Rat des
Captains anempfohlen, der sich in seinem bürgerlichen Leben mit derlei Fragen auseinandersetzt.
So schipperte man auf den Abend und das unausweichliche Feuer zu, alle Narren müde, aber immer noch guter Laune. Unter den Klängen des traditionellen
„Großer Gott wie loben Dich“ verbrannte man die Kampagne 2004/05 und jeder zog seiner Wege.
Diese kreuzten sich wieder zur Generalversammlung, an der es einen Wachwechsel im Vorstand gab. Unsere geschätzte Petra Elm stellte ihren Posten zur
Verfügung und für sie rückte Mirko Hartung nach, ein junger hoffnungsvoller Narr der Dritten Generation. Ansonsten blieb fast alles beim Alten, d. h. es gibt nicht
viel zu berichten, das hier her gehören würde. Einzig ein Beschluss mag Aufsehen erregt haben: Das Weinfest würde im Jahr 2005 nicht stattfinden. Hier Gründe
zu nennen führt nun sicher zu weit, aber vielleicht sei dem Chronisten die Bemerkung gestattet, dass auch wir nicht gerne Arbeit tun, die sich weder lohnt noch
durch Publikumsresonanz geadelt wird. Insbesondere auch noch, wenn die dann an einigen wenigen Helfern hängen bleibt, während der Rest der Truppe sich
verlustiert oder im Urlaub ist. In den Vorstand rückten mit Kristin Schmidt und Rebecca Blum zwei wirklich junge Frauen auf, die sich seither das Schriftführer-Amt
teilen. Die bisher so verlässliche Sabrina Diegmüller schied nach Jahren ganz aus diesem Amt und Sabine Thonius führt seither die Mitgliederliste.