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01.08.2010
Chronik NzM 2003-2004 © Carlo Bosold (alias „der Captain“)
..... Der Kampagnenauftakt 2003/04 fand wieder ´mal nicht am 11.11. statt, was zum einen daran lag, dass dieser auf einen Wochentag fiel und zum anderen
unser Präsivorstand Dieter zum Karnevalsstart in Kölle´ weilte. So traf man sich als Räuber kostümiert im Hof der verwaisten Gastwirtschaft Ebert (das hatte
schon was von Endzeitstimmung, so vor dem verwahrlosten unbeleuchteten Gebäude zu stehen), um von dort aus mit Schnaps und Gesang den Raubzug nach
Prinz und Prinzessin durch die Gemeinde anzutreten.
Der Konvoi lief die Straßen ab und besuchte die „üblichen Verdächtigen“, unter Anderem so prominente Mitbürger wie die „Schwappies“, wo man unseren Freund
Alois im Hausdress antraf. Aber wie er nun mal so ist hat er sich nicht lumpen lassen und erst mal richtig einen eingeschenkt. Bei den Feys war Elke sichtlich
überrascht und ihr fehlten wohl die Worte, bei „Kohleklühs“ fand man auch keinen Prinzen, dafür bot Maddin sich an, bei der Suche nach Einem zu helfen. Ex-
Feuerwehr- Häuptling Adalbert wartete schon an der Tür, obwohl er eigentlich gar nicht auf der Liste stand. Bei den Kinderprinzeneltern von 02/03, den Müllers,
wurde ebenfalls richtig aufgetischt und die „Räuber“ konnten sich ein wenig die Knochen wärmen, weil die „Gründchengang“ die Garage außer geschmückt auch
geheizt hatte. Leider waren die beiden der Ansicht, dass nicht jedes Jahr karnevalistischer Ausnahmezustand im Grünchen herrschen dürfe und erteilten ebenfalls
abschlägigen Bescheid.
Also zog der Karawane weiter, immer Ausschau haltend. In der Rosenstraße hielt man vor dem Haus Nr.3 bei Simone und Wolfgang Mack (nicht verwandt, nicht
verschwägert mit dem Vorstand), die trotz wiederholter Bitte ebenfalls nicht als Prinzenpaar regieren wollten. Dafür erklärte sich der Junior des Hauses, bereit das
Narrenvolk als „Kinderprinz Jonas, von der bunten Legowelt“ anzuführen. Das und die Aussicht in „Antonia von den Eichenwiesen“ eine multikulturelle (der Vater
stammt aus Niederkalbach) Kinderprinzessin zu haben, wurde von den NazuMis begeistert aufgenommen.
Um die beiden jungen Herrscher zu feiern, luden die stolzen Eltern das Narrenvolk in die Garage ein, wo zu allseitiger Überraschung das neue Prinzenpaar
bereits auf die NzM´ler wartete. Zur großen Freunde des Captains, der schon einige Jahre auf diese Prinzessin wartet, präsentierten sich Bianca und Mats Rehm
als neues, strahlendes Prinzenpaar der Session 2003/04.
Nach dem unvermeidlichen Umtrunk, siedelte die Räuberbande in die einzige noch in Kalwich verbliebene Wirtschaft, den „Bergfriede“ um, wo der scheidende
Prinz(enröllchen) Markus seine Amtsinsignien an den neuen Prinzen Mats XXXVII „ The Red Bull“ und dessen Prinzessin Bianca „aus dem Hause Parketti Paletti“
übergab, die damit auch offiziell inthronisiert waren. Die Spannung war nun vom Narrenvolk gewichen und man amüsierte sich bei Musik, Getränken und
Gesprächen bis in die Morgenstunden. Leider hatte die Kamera der FZ- Reporters wohl einen technischen defekt, denn das in der Folgewoche veröffentlichte
erste offizielle Bild in der Fuldaer Zeitung war wenig schmeichelhaft, besonders der Captain kam hier sehr schlecht weg.
Am darauffolgenden Freitag machte sich die NzM- Horde durch Urlaub, Fußball und Krankheit stark dezimiert auf nach Gersfeld. Frisch gestärkt mit vom Captain
eigenhändig gebrautem „Aufgesetztem“, war es der Mannschaft ein Leichtes der dortigen Karnevalgesellschaft bei der Prinzenkürung beizustehen. Hier stellte
sich auch heraus, dass es wohl eine recht kurzweilige Kampagne werden würde, denn des Prinzen Polizei-Kollege führte die Thalauer Narren in diesem Jahr und
seine Schwester war Rommerz Prinzessin. So wurde es ein richtig lustiger Abend, der recht lange anhielt – unsere neue Prinzessin war sogar der Meinung man
müsse den Schwebener Nachbarn noch die Ehre erweisen und so fuhr man des Morgens noch in den Nachbarort, um auf der dortigen „warm-up- Veranstaltung“
die Aufwartung zu machen. Das war ebenfalls einen recht intensive Angelegenheit und einige der Teilnehmer hatten länger etwas davon. So hatte der Vorstand
etwas den Überblick verloren und konnte sich später nicht mehr an alle Details dieser Nacht erinnern. Auch der Captain hatte samstägliche Kaltstartprobleme, die
aber nach der Warmlaufphase und einigen Tassen Kaffee beseitigt waren. Wie es dem Prinzenpaar und der Gardistin, die noch mit von der Partie war, ergangen
ist, war nicht mehr zu recherchieren.
Nun konnte es Weihnachten werden und die NazuMis verabschiedeten sich in die Ruhephase vor dem Start in die Session 2004.
Was die Getränkewahl der ersten beiden Einsätze anbelangt, so hat der Captain mit Freude registriert, dass auch dem braungebrannten Rebensaft wieder die
schuldige Ehre erwiesen wurde. Die Busfahrt indessen wurde mit Captain`s selbstgemachtem „Aufgesetztem“ bestritten.
Die Kampagne begann fast unmerklich, und so wollen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, verzeihen, dass der Chronist mit einigen allgemeinen Anmerkungen
beginnt.
Ganz nach dem Wahlspruch der Kampagne: „Heut´ mache´ mer richtig Einer, net so ´n lappärschige wie gästän…“, blieb der Captain blieb seinem Getränk nur
wage treu, da er offenbar eine Klinikpackung des braunen Getränks aus dessen Mutterland, Frankreich, erstanden hatte. Und so wurde nun dieses köstliche
Getränk statt des bekannten „Uralten“ in die nun zur Basisausstattung gehörende „Silberbüchse“ gefüllt und verkostet. Klagen über die Qualität des Cognacs
indes kamen dem Captain nicht zu Ohren.
Wer den v. g. Wahlspruch kreiert hatte, war nicht mehr zu recherchieren, aber es geht seither die Mär, es könnte ein Elferrat namens „Jöckel“ gewesen sein.
Wie auch immer. Jedenfalls fielen in dieser Kampagne besonders die Garden auf, die mit vier wirklich sehenswerten Showtänzen und zwei Gardetänzen
aufwarten konnten, die ebenso wenig von schlechten Eltern waren. Sie hatten sich wohl gedacht, dass die Prinzessin – selbst einst eine Leistungsträgerin der
Garde- und Showtänze – hierauf besonders Augenmerk richten würde. Profis sind ja bekannter Maßen die furchtbarsten Kritiker . Darüber hinaus sollte hier auch
das neu eingerichtete Tourtagebuch von Benni und Marc Erwähnung finden, was sicher eine tolle Idee war. Die Kampagne wurde zu einer Werbung für die „Multi-
Kulti“ Gesellschaft, was wir unserer Kinderprinzessin zu verdanken hatten, die zur Hälfte Niederkalbacherin ist. Ebenso wollen wir an dieser Stelle den Erzeuger
unseres Kinderprinzen nicht vergessen, der sich in seiner ersten Kampagne – und gleich als Adjutant, Redenhalter und Mappenträger – hervorragend schlug.
Nun ja, es fallen keine Meister vom Himmel, was uns allen klar wurde, als Adjutant Wolfgang die Redenmappe gleich beim ersten Auftritt in Hofbieber im Bus
vergessen hatte. Von diesem Schrecken erholte man sich dann nach der Rückkehr in der heimischen Copa, in die viele der mitgereisten Nazumis noch mitkamen.
Der Auftritt in Niederkalbach war reichlich unspektakulär, sieht man von dem leiernden CD- Spieler des NCV, der abendlichen Jam- Session mit Freund Uwe
Wiegand und einigen gewaltbereiten Elferäten eines Vereins der näheren Umgebung einmal ab. Das folgende Wochenende hingegen bot mit den
Vorkommnissen anlässlich der Einladung nach Rommerz schon Besseres. Gardedame Sonja M. aus V. hatte wohl die Party zu heftig gefeiert und hielt eine
Polizeistreife für eine Taxe. Elferat J. hingegen sah sich veranlasst, nach einem opulenten Gelage in der – zugegeben – gemütlichen Sektbar des RCV noch dem
Roten Kreuz beizutreten und gleich an Ort und Stelle Dienst zu tun. Warum der Rettungswagen gerufen worden war, bleibt wohl für immer nebulös, wenngleich
sich das Gerücht hartnäckig hält, ein gewisser Elferat habe auf der dortigen Theke liegend geschlafen, sei nicht zu wecken gewesen und deshalb sei der
Sanitäter angefordert worden.
Der traditionelle Gardemittag am 11.01.04 führte uns gleich zu einigen neuen Erkenntnissen. Hier sei exemplarisch genannt, dass es vielleicht besser wäre, die
Zahl der Einladungen auf deutlich unter 10 zu senken, dem Publikum und den Aktiven zu Liebe. Mal ehrlich, nach 18.00 Uhr achtet kaum noch jemand auf das
Programm, und es ist schade um die Mühe der Akteure. Außerdem ist seit diesem Datum offiziell, dass es schwule Präsidenten auf unseren heimischen Bühnen
gibt. Einer andere Erklärung für die wilde Männerknutscherei auf der Bühne zu Mittelkalbach fände sich wohl schwerlich. Wir wollen hier keine Namen nennen,
aber die Herren Dieter M. aus M. und Hansi M. aus N. sind sicher hinlänglich bekannt
Die Ausfahrt nach Haimbach am folgenden Freitag bescherte unserem Busfahrer einige Bonusmeilen, was man dem Vernehmen nach der Vergesslichkeit vom
Miriam S. aus M. und der bereits zuvor erwähnten Sonja M. aus V. zuschreiben muss. An vergessenen Gegenständen seien hier eine Handtasche und ein
Buchstabe des Showtanzequipments erwähnt. Ungewollt lustig war hier der Kommentar des Busfahrers, der anmerkte, „So e´Deng hon ich au´ noch im Bus.“, als
die Showtruppe sich formierte und die anderen Buchstabengirls sich aufstellten. Die Gesellschaft brachten solche Dinge natürlich nicht im Mindesten aus der
Ruhe und man gönnte sich mal wieder eine nette Party in der Sektbar, die nicht nur Prinz Mats und Prinzessin Bianca „Flügel verlieh“.
Samstagmittag besuchten die U14 der NzM eine gleichnamige Veranstaltung in Bad Salzschlirf, die wenig spektakulär verlaufen ist, wie man hörte. Lustig
hingegen verliefen die Ausflüge nach Giesel und Hattenhof, wo man mit wirklich starker Besetzung anreiste. In Hattenhof machte sich leider eine Art
„Wartehallenstimmung“ breit, über die auch der moderate Preis von € 2 für die alkoholischen Mischgetränke nicht hinweg trösten konnte. Nur billig ist eben auch
nicht gut. Ganz anders ging es da schon in Giesel zu, wo man außer einem befreundeten Polizisten aus Thalau, der rein zufällig auch Prinz war und rein zufällig
gegen 24 Uhr Geburtstag hatte, jede Menge Bühnenspaß erlebte und einen schönen Abend verbringen konnte.
Die Heimfahrt indes war wenig erbaulich, da ein aus Nächstenliebe an Bord des Busses genommener jugendlicher, bumsvoller Triebtrinker aus Flieden den Bus
mit der Toilette verwechselte und so dafür sorgte, dass sowohl der Busfahrer gleich an Ort und Stelle, wie auch der uns gut bekannte Busunternehmer, Ewald
Sauer, reichlich angestunken waren. So angefangen war natürlich auch der Besuch einer Auswahl Nzm´ler in der heimischen Discothekenwelt ein Reinfall.
„Floddas, vier Schwule…. Lauter komische Leut`.“ (Sabrina D. aus M.). „Das war´ n kei´ Gewöhnliche.“ (Carina B. aus M.).
Erbaulicher war da schon der Besuch bei den kleinen, grünen Männchen, den Kollegen unseres Prinzen (komisch, der hieß doch „The Red Bull.“?) im Fuldaer
Polizeipräsidium. Hier war es zwar etwas eng (ist ja eigentlich schö´, aber nicht beim Gardetanz) und trocken (kein Bier ), aber dafür war die Bullerei echt nett zu
uns. Die Freunde aus Thalau waren auch zugegen und so war man unter sich. Das konnte man vom Auftritt in Bronnzell nicht eben sagen, obwohl der unbedarfte
Betrachter beim Betreten der Sektbar sich dieses Eindruckes sicher nicht erwehren konnte. Sehr zum Leidwesen gewisser junger Damen gab es dieses Mal
keine AHOI- Brause, und so musste man sich notgedrungen mit den angebotenen Mixgetränken behelfen. Hier waren die Aktiven auch nur schwer heraus und
auf die Bühne zu bewegen, was den Captain nicht wunderte, da das Publikum offenbar keinerlei Interesse an derlei Unterhaltung hatte. So überließen sowohl das
Prinzenpaar, wie auch der sonst so unerschrockene Präsi Dieter M. („ Mach Du das! Ich dreh durch.“) dem Captain das Micro, man trat irgendwie auf und machte
sich wieder in der Sektbar ans Werk. Dem lustigen Treiben und der randalierenden und „Waldeslust“ singenden Katta R. aus M. setzte erst der Thekenbulle ein
Ende, der konstatierte: „Ähhhh, Euer Bus fährt.“ So fand man sich in der dörflichen Copa wieder, wo man tanzend, lachend, singend (Jöckel T. aus M. „Schade
um den Baum“, „Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin…“, “Cocopopps…“) und (naja) auch trinkend den Morgen erwartete.
Das folgende Wochenende startete mit einem Informationsdefizit, weil keiner außer Dieter M. aus M. vom Auftritt bei der Feuerwehr etwas zu wissen schien.
Dafür hatte man uns einen Busfahrer zugeteilt, der offenbar einmal Rallye- Fahrer gewesen sein muss. Der Captain wusste jedenfalls bis dato nicht, dass auch
mit einem Reisebus Driften auf Schnee möglich ist. Nun ist er um diese Erfahrung reicher. Der Auftritt beim Kikeriki in Freiensteinau war dagegen wirklich
gelungen, was unter anderem auch an den neu (uni)formierten „Matzeraties“ gelegen haben muss. Erfrischend war auch das Publikum, das mehrheitlich aus
„Zivilisten“ bestand und auch fachkundig zu sein schien. Weniger erfrischend war der Aufenthalt vor dem Auftritt im zugigen Foyer oder vor den Toiletten. Nur die
Garde hatte hier ihr Separee – die Umkleide. Über die in Ermangelung geeigneter Getränke leider sehr trockene Heimfahrt trösteten die 1000 Eier hinweg, die
das Prinzenpaar besorgt und am heimischen Kellerherd aufgeschlagen hatte. Hier gaben sich fast alle Aktiven ein Stelldichein und auch drei ver(w)irrte Skifahrer
schauten noch vorbei. Das Licht in der Gärtner-Rehmschen-Kellerbar löschten schließlich (der Asbach war alle) Jürgen T., Jochen D., ein bekannter Elferrat
namens Schursche, Adjutant Wolfgang, ein ungenanntes Gardemädel und der Captain. Auf dem Heimweg schließlich ließ man sich noch zu einem Ständchen vor
dem Fenster unserer lieben Familie Elm herab, das nur leider nicht bemerkt wurde.
In die Heimat von Petra Elm, nach Büchemich, ging ´s dann am Morgen danach, naja es war dann doch schon 12.30 Uhr, also Mittag. Hier gab es so einige
Novitäten, da die Straßeneinweihung erstmals nicht per Pedes sondern per Bus vorgenommen wurde. Nun ja, Döllbach ist ja auch ein wenig weit zum Laufen.
Dafür war wieder super Wetter. Erstmals, wenn auch ohne anfangs zu wissen warum, sah der Captain die Kollegin Moni aus Büchemich, sonst bekannt als
„Maschinengewehr aus dem Südkreis“, sprachlos. Aufklärung erfuhr man erst später, da bekannt wurde, dass die gute Frau ziemlich heiser war und sich schonen
musste. Um halb zwei herum betrat man schließlich das BGH, wo auch sogleich die „Kuh flog“, wie wir das aus den vergangenen Jahren kennen. Uwe Wiegand
war sehr gut aufgelegt, was man vom Captain nicht sagen konnte, der, sichtlich angewidert, die vom Prinzen in Freiensteinau verlorene Flasche Baccardi (Orden
von Büchemich net an gehabt) zu tragen hatte. Mit solchen Geschenken beladen war der Auftritt beim KVB ein wundervoller Erfolg. Als weiteres Highlight lässt
sich berichten, dass ein bestens bekannter Exprinz und Elferrat vom NCV frecher Weise den „Hut“ vom Captain austrinken wollte, der sich auf den ersten Schluck
als reiner Weinbrand entpuppte und Folge dessen dem armen Kerl direkt wieder aus dem Gesicht gelaufen kam. Schnaps, insbesondere die Sorte des Captains,
ist eben nichts für Zwerge. Krönender Abschluss war die geile Jam-Session mit unserem Uwe Wiegand, bei der alle zum Gesang Berufenen sich ein Stelldichein
gaben. Leider kam es dann, wie es kommen musste: Wir hörten allzu früh Dieters Trillerpfeife und mussten heim. Ein kleiner Schlenker wurde noch zur
Geburtstagsfete von Christina M. aus M. gemacht, wo sich unser Prinz Mats veranlasst sah, sich für die „absolut net unnötige“ Einladung zu bedanken. Präsi
Dieter machte es nicht viel besser: Wie auch bei dem Pegel? Spätestens hier sollte klar sein, dass die U14 Veranstaltung, die Dieter mit den Jugendlichen in
Haimbach besucht hatte, nicht so „trocken“ war, wie er uns Glauben machen wollte.
Die am Folgefreitag besuchte Veranstaltung in Schweben kann der Chronist nur aus zweiter Hand wiedergeben, da er wieder einmal durch Abwesenheit glänzte.
Auf Befragen erklärte jedoch die bestens bekannte Sabrina D. aus M. es sei nichts von Belang vorgefallen, außer dass man die Sektbar vollends in Beschlag
genommen habe und dort wenigstens die Musik annehmbar gewesen sei. Lediglich die Schlafgelegenheit eines gewissen NzM- Elferrats mit weiblichem
Vornamen war nicht die, die sonst üblich ist (heimisches Bett), sondern befand sich in dieser Nacht in Schweben. Ob er geschlafen hatte, wollte der betreffende
Herr dem Chronisten nicht verraten.
Der Samstag brachte einen Kurzauftritt bei der heimischen Sangesbruder- und Schwesternschaft, von dem es nichts Ernstes zu berichten gibt. Nahtlos ging es
nach Rückers, wo man wieder einmal einsehen musste, dass das dortige Lokal dem Menschenansturm nicht unbedingt gewachsen ist. Die NzM verfuhr in alter
Tradition nach dem Motto „eng is´ schö´“ und machte sich so gar nichts daraus und ein richtiges Fass auf – es wurde dabei sogar auf den Tischen getanzt, was
keinen richtig wunderte, da im Saal hierzu der Platz fehlte. Der Auftritt war bestimmt vom Showtanz der Garde, der unseren Dieter glatt von der Bühne warf. Die
erschrockenen Helfer aus Rückers tröstete der Captain mit den Worten, dass unser Dieter dies öfter mache und sich noch nie etwas dabei getan habe. Adjutant
Wolfgang M. tat es unserm Vorstand gleich, wobei hier nicht bekannt ist, warum er von der Bühne fiel. „The day after“ wurde von unserer Prinzessin Bianca mit
den Worten kommentiert: „De´ Mats sieht doch heut´ gut aus.“
Nur die Jungendlichen der NzM machten sich am 01.02.04, am Sonntagmittag, auf nach Schweben, wo man einen schönen Nachmittag verbringen konnte, der
besonders dem Captain, Elke R., Marion K., Claudia K. und Christina M. sehr gefallen hat. Warum bleibt für dieses Mal unser Geheimnis.
Der Latz- Hosen-Träger-Ball am 07.02.04 brachte nichts wirklich Erwähnenswertes, wir durften mit den Thalauern und Ihrem Prinzen, unseres Prinzen
Streifenkollegen und Busenpolizisten begrüßen. Beide Herren hatten beim Thalauer Showtanz Ihren großen Auftritt und wurden als Raubtiere in die Choreografie
eingebaut. Die Musikanten vom „Adria Duo“ waren wenig publikumsbekannt und werden es wohl auch nie werden. „Einmal gespielt, nie mehr geholt…“. Die
Sektbar schloss gegen 6.00 Uhr, was unter den gegebenen Umständen sicher als normal angesehen werden konnte.
Der sonntägliche Kinderfasching war etwas überbucht, hier sollte man nächstens wieder auf die Wurzel zurückkommen, weniger ist manchmal eben doch mehr.
Dies sollte sich der „größte Präsi“ der Großgemeinde (nicht unser Dieter) zu Herzen nehmen, der wohl nicht erkannte, dass Kinder mit schönen Worten am Micro
nichts anfangen können. Da die Moderation dieses Events traditionell den beiden „Pippi Langstrümpfen“ obliegt, die in dieser Kampagne erstmals und sehr
gekonnt von Miriam W. und Tatjana S. verkörpert wurden, hatten die restlichen Erwachsenen (bis auf die Dienste) Pause, und so war die Sektbar ein beliebter
Treffpunkt und auch lange geöffnet. Diverse Damen und Herren aus Elferat und Garde waren bis spät noch mit der Suche nach einem Schlüssel beschäftigt, den
zu aller Freude eine gewisse Jenny B. in Verwahrung hatte, was aber leider erst nach etlichen, vergeblichen Suchaktionen und Handytelefonaten ans Tageslicht
kam.
Die Fahrt am folgenden Freitag nach Engelhelms und Thalau war recht kurzweilig, weil sich die NzM´lerinnen und NzM´ler der Tradition des Liedersingens
erinnerten und dies auch ausgiebig taten. Leider dürfen die Liedtexte aus Gründen des Jugendschutzes nicht wiedergegeben werden. Engelhelms ist ein echt
enges Pflaster, leider sind die dortigen Platzverhältnisse nichts für Vereine unserer Größenordnung. Ganz anders in Thalau, wo wir alle Platz auf der Bühne des
BGH fanden. Alle? Naja fast, leider fiel unser beliebter Adjutant Wolfgang M. aus wieder einmal nicht nachvollziehbaren Gründen von besagter Bühne,
glücklicherweise ohne bleibende Schäden davon zu tragen. Die restliche Performance war hingegen wirklich witzig, weil zum einen das etwas „schwule“ Hemd
des Thalauer Prinzen zurückgegeben wurde, zum anderen beide Prinzen, also Matz und de´ Koch, beim Showtanz mitzuwirken hatten. Die Heimfahrt fand
danach leider ohne Dieter statt, der sich für den Samstag und Sonntag ebenfalls abgemeldet hatte, leider wie immer recht kurzfristig. Höhepunkt der Nacht waren
dem Vernehmen nach die von Anni V. aus M. persönlichen gebackenen Eier mit Knoblauch. Wer ´s mag?
Das Essen zum Auftakt am Samstag fand im Grashof statt, hier gibt es nichts besonderes zu vermelden, außer dass der Hunger einiger Elferäte die dortigen
Portionen bei Weitem überstieg und man sich nach dem Essen erstmal einige Schnitzelbrote einverleiben musste. Der Auftritt in Sterbfritz hingegen verlief sehr
aufregend, es fiel zwar keiner von der Bühne (ausnahmsweise), aber dafür fiel die NzM auf, positiv. Mit allerlei Nettigkeiten verstanden wir es, dem Publikum dort
zu gefallen und unsere NzM angemessen zu repräsentieren.
Der Sonntag in Bad Salzschlirf ging einigermaßen ereignislos ins Land, ebenso die Weiberfoaset, bei der es dem Vernehmen nach keiner wirklich lange
ausgehalten hat. Erwähnung finden hier allenfalls die wirklich „spritzigen“ Würstchen (die zum Essen), mit denen unsere Gardedamen Steffi E. und Katta R.
Bekanntschaft machten. Diese – die Bekanntschaft – machten fast alle Gardistinnen (außer Sabrina D.) auch mit den Händen einer Ihrer Kolleginnen, die sich
offenbar dazu berufen fühlte, die Oberweite der Damen mit den Fingern zu erforschen. Namen nennen wir aus gutem Grund hier nicht.
Der Samstag der Fremdensitzung begann am Morgen jenes 21.02.04 mit einem Paukenschlag, fanden sich doch die Prinzen aus Mittelkalbach und Thalau als
Titelstory des lokalen Teils der Fuldaer Zeitung wieder. Verständlich, wenn man bedenkt, dass die beiden zusammen Streife fahren, gute Freunde sind und noch
dazu in diesem Jahr beide Prinz (das war dann aber nicht abgesprochen). Die Sitzung war ein deutlicher Publikumserfolg, so jedenfalls die Stimmen direkt nach
der Veranstaltung und am Rosenmontag. Die Scheidungsrate unter den Karnevalisten hingegen trieb die FZ am Montag Morgen in ungeahnte Höhen, dort stand
zu lesen, dass einige Damen (Ramona M., Carmen K. ….) nun wieder Ihren Mädchennamen tragen. Dieses hat sich der Chronist anzulasten, da er, alter Faulheit
eingedenk, den Zeitungsbericht aus einem der Vorjahre kopiert, umgeändert, nicht Korrektur gelesen und so an die FU`Z gefaxt hatte. Die Sitzung hingegen war
ein voller Erfolg, exemplarisch nennen wir hier den Einmarsch in römischen Kostümen, den man in Mittelkalbach sicher noch lange in Erinnerung behalten wird.
Ebenso den „schwulsten“ Schlachtruf aller Zeiten, den der Captain, der an diesem Abend erstmals ohne seinen bewährten Smoking moderierte, kreiert hatte. Und
so rufen wir Euch allen, liebe Leser, ein „fröhliches Ave“ zu. Rohrkrepierer an diesem kurzweiligen Abend waren lediglich die allzu komplizierten Witze des
Captains und leider ein wirklich guter Sketch mit Namen „Selbsthilfegruppe“, der wohl den meisten Anwesenden nicht verständlich schien.
Der Umzug in Flieden am Sonntag brachte wie immer allerlei Lustiges zu Tage, das der Captain, der in Folge einer leichten Unpässlichkeit zu Hause geblieben
war, wieder nur aus zweiter Hand hier berichten kann. Hier sei einmal mehr unser beliebter Exprinz und Elferrat Rüdiger R. erwähnt, der zusammen mit dem
ebenso bekannten Jürgen T. den Fliednern im Traditionsgasthaus zum Ochsen mehrere Ständchen gab. Leider fanden es die besungenen nicht halb so lustig wie
die Sänger. Besagter Rüdiger hatte wohl auch leichte Gedächtnislücken oder nach seiner Heimkehr zu Frau und Kind noch eine Verabredung mit
Nudelholz/Schrubber, denn er dachte wohl, er sei mit dem Bus nach Hause gefahren. Auch sein Mobiltelefon sprach eine deutliche Sprache – 37 Anrufe in
Abwesenheit – Nomen est Omen. Wenigstens gab der Letzte dieser Anrufe unserem Rüdiger eine ungefähre Idee, wann er des Nachts nach Hause gekommen
war. Es herrschte Dosen- und Flaschenverbot, was die NzM in Folge Fassbierkonsum wenig kratzte. Einige der NzM- Aktivschaft machten noch einen Zug in die
umliegenden Gemeinden nach Thalau und Neuhof, wo man des Nachts noch je € 5,- Eintritt verlangte, weshalb es die 20 Personen vorzogen, sich Richtung Zocki
zu orientieren. Die in Flieden gebliebenen Nazumis haben den Tag dem Vernehmen nach um oder gegen 4.30 Uhr beendet. Mit von der Partie waren hier Jochen
D., Sonja M., Jürgen und u. a. Olli F. aus O. Gardistin Denise H. aus V. hingegen wählte auf dem Heimweg die „Abkürzung“ von Flieden über die Döngesmühle
und Hofbieber.
Das Frühstück am ROMO war allzu früh gekommen, jedenfalls für viele der üblichen Verdächtigen, und so lief der Tag etwas träge an. Die NzM teilte sich in zwei
Gruppen, von denen der Chronist nur eine begleiten konnte, und weshalb auch hier wieder die Hälfte der Informationen aus zweiter Hand stammt.
Die Gruppe um Prinzessin Bianca schaffte es nach Jahren der Misserfolge endlich, die Herren der POMA zu verhaften. Sicher werden wir hier in den folgenden
Jahren nie wieder jemanden antreffen, aber dafür hat sich die Beute allemal gelohnt. Jürgen T. und Oliver F. lieferten sich ein spannendes Bobbycar- Race, gaben
freimütig zu, hierfür keinen gültigen Führerschein zu besitzen, und zu allem Glück traf man unseren Lebensmittelhändler Peppi W. an, der an diesem Tage
Geburtstag hatte. Hier wurde man ebenso fürstlich bewirtet, wie nebenan in der Sparkasse und beim Eier- Leo, der wie immer richtig großzügig war, aber
unserem Jürgen T. verständlicher Weise die Eier nicht auch noch bemalen wollte.
Die Gruppe um Prinz Mats hatte auch allerlei Kurzweil zu ertragen, da Elferrat Benny B. aus M. mit einem Megaphon endlich ein neues Spielzeug in die Hand
bekam und davon gar nicht wieder lassen wollte. Man traf den in dieser Chronik bereits früher einmal erwähnten Lothar R. aus M. zu Hause an, hier durfte Präsi
Dieter endlich einmal auf die Harley steigen, die im dortigen Hausflur steht, und die Truppe wurde mit feinstem Cognac bewirtet, was man wegen der Abwesenheit
des Captains nicht zu würdigen wusste. Anni V. hingegen stieß erst spät zur Truppe, nämlich just in dem Moment, als man Ihren Opa Will verhaftete. Dieser war
leider etwas zu ehrlich mit seiner Enkelin, da er sich zu dem Satz: „Mächee, du siehst äwer schlächt aus.“, hinreißen lies.
In Sabines Kalbachapotheke gab´s den Schnaps wieder einmal aus dem dort üblichen Reagenzgläsern, bei Karin K. schenkte man 56er aus, den der Prinz für
„Sauren Apfel“ gehalten hatte und sichtlich überrascht war. Unser Erster Bürger Karl Heinz beschwor beim Verhaften wieder einmal den Geist der Gemeinde und
hat nun die Absicht, die umliegenden Ortsteile zum ROMO- Zug zu verpflichten. Wenn´ s ja wahr würde.
Unser Zug war jedenfalls nicht so lang wie der in Flieden, hat aber genau so lange gedauert, und fand in Benny B. einen findigen Moderator, der außer den
notwendigen Informationen für das Publikum auch den Tinitus bereithielt. Die Absperrung der Straßen übernahm wie immer die närrische Auslese – Wer braucht
schon den anderen Trachtenverein? Die anschließende Traditionsparty draußen fiel in Folge Kälte etwas zu kurz aus, dafür ging es dann in der
Mehrzwecknarrhalla richtig zur Sache.
Zur Sache ging es leider auch zum Ende der Veranstaltung, als sich die Nazumis nicht einig darüber werden konnten, ob man nun die Party beenden und
abbauen sollte oder weiterfeiern. Hier gab es einige derbe Worte und hitzige Emotionen, die die Stimmung dieses schönen Tages leider zum Abflauen brachten.
Wo nun wer den Tag beendet hat, ließ sich im einzelnen nicht mehr recherchieren, bekannt ist lediglich, das einige nach Büchemich geflüchtet waren, die Copa
eine ü40- Party veranstaltete, jedenfalls waren hier deutlich mehr ältere Herrschaften als sonst anzutreffen, was Jürgen T. wenig zu stören schien, der den
Heimweg erst gegen 4.30 Uhr antrat.
Der Dienstagmorgen begann grau, was sicher nicht nur am Wetter lag. Man traf sich zusammen mit den Kollegen des NCV in der Grundschule, brachte die
Auftritte unter dem ohrenbetäubenden Lärm viel zu vieler Kinderstimmen hinter sich und begab sich in die MZH, um aufzuräumen. Hier gab es zwar viele Helfer,
aber leider wenig Werkzeug. „Einer Schraubt, die andern lachen, so kann man billig Freude machen.“ Die Lagerfläche in „Bunds al Häusee“ machte allen
Beteiligten einen arg morschen Eindrucken, was die Befürchtung nährte, dass man die im EG eingelagerte Bühne im Jahr darauf wohl im Keller finden würde.
Das zwischenzeitlich eingetroffene Frühstück für die Helfer war dabei eine willkommene Abwechslung, wobei vor allem der Captain hier vorsichtig agierte, da
Messer bekanntlich nichts für unsichere Hände am Morgen nach einem „Schlag“ sind. Hier kommen wir zurück auf den ROMO, an dem sich Annette L. aus M.
beim Eierbacken in die Finger geschnitten hatte, warum kann hier allenfalls vermutet werden. Auch der am frühen Abend des ROMO noch so erregte Jürgen M.
aus M., innerhalb der NzM liebevoll „Serius“ genannt, war endlich wieder fröhlich, da er nun wieder einen Besen bedienen konnte. Elferrat Lars H. versuchte
vergeblich, einen gewissen Maurice M. von den Steckdosen fern zu halten, was dessen Vater Dieter M. mit dem Satz kommentierte: „ Maurice geh da weg, mir
geh´ n moin erst bei´n Friseur.“.
Da das große Auskehren recht zeitig beendet wurde, entschloss man sich, dem Landhotel Grashof die Aufwartung zu machen, um dort den Abend abzuwarten.
Der Garde hatte man wieder einmal wohlweislich nicht Bescheid gegeben. Dieter M..“ Es soll doch schö´ wer´n.“.
Den Tag und die Kampagne beschloss man im engen Rahmen bei gutem Essen und allerlei guten Gesprächen im Schützenhaus, verbrannte anschließend die
Foaset, wie es Tradition ist, und wandte sich wieder dem Alltag zu.
Das Jahr 2004 verlief für die NzM wenig ereignisreich, Ausnahmen waren das Weinfest und diverse Veranstaltungen, die kleinere Gruppen (z. B. die Matzeraties)
besuchten.